Mel Gibson & Mason Thames auf Monster-Jagd
Mel Gibson schlug sich einst in Signs mit Außerirdischen herum, während sich Mason Thames in Black Phone einem Serienkiller stellen musste. In „Monster Summer“ stehen beide nun einer vermeintlichen Hexe gegenüber oder ist alles nur Einbildung? So ist Teenager Noah immer auf der Jagd nach Sensationsgeschichten. Als sein Freund Ben nach einem Badeunfall stark verändert wirkt, ist sich Noah sicher: Hier sind dunkle Mächte am Werk. Doch außer dem abseits lebenden Eigenbrötler Gene Carruthers will ihm keiner Glauben schenken. Ob uns Henries Sommer Gruselfim überzeugen konnte und was die Blu-ray zu bieten hat, verrät unsere nachfolgende Kritik.
Der Teenager Monsterfilm 2025 im Filmcheck
Worum geht’s in Monster Summer?
Sommer 1997 – Auf der Insel Martha’s Vineyard in Neuengland versucht Teenager Noah (Mason Thames) seinen Traum eines Journalisten zu leben, ganz so wie sein verstorbener Vater. Sein Eifer in Ehren, doch bisher stellten sich alle seine Top Stories als bloße Zeitungsenten heraus – sehr zum Leidwesen des Lokal-Redakteurs Edgar Palmer (Kevin James). Als Noahs bester Freund Ben nach einem mysteriösen Bade-Unfall im Meer völlig verändert wirkt, vermutet Noah sofort, das etwas anderes an Bens Zustand die Schuld trägt.

Dumm nur, dass ihm niemand, nicht mal mehr seine Freunde, Glauben schenken. Einzig der griesgrämige ehemalige Cop Mr. Gene Carruthers (Mel Gibson), dessen Sohn einst spurlos verschwand, wird hellhörig. Als immer mehr Kinder in diesen unheimlichen Zombie-Zustand verfallen, sind sich Noah und Gene sicher: Etwas Übernatürliches scheint auf ihrer Insel umherzugehen. Dabei stellt sich die Frage, wie beweist man solch einen Verdacht und vor allen Dingen, wie hält man so ein „Ding“ überhaupt auf?
Coming-of-Age trifft Grusel: Die Inszenierung
Regisseur David Henrie setzt in Monster Summer voll auf die Welle die 80er und 90er Jahre, zwei Jahrzehnte voller Gruselfilm-Abenteuer. So ist es kein Wunder, dass man sich sofort an große Klassiker wie Die Goonies, Stand by Me oder Super 8 erinnert fühlt. Das Motiv ist bekannt: Jugendliche stolpern über mysteriöse Vorgänge, während die Erwachsenenwelt ahnungslos zurück bleibt. Atmosphärisch kommt Henries Inszenierung dabei dem Grusel-Abenteuer Hexen hexen (The Witches) aus dem Jahr 1990 mit Anjelica Huston (Ballerina) am nächsten.

Der Film baut gleich zu Beginn eine unheimliche Spannung auf und legt geschickt verschiedene Fährten, ohne sofort zu verraten, wer oder was dahintersteckt. Mason Thames, der bereits in The Black Phone Gruselerfahrung sammeln konnte, harmoniert prächtig mit dem kauzigen Ex-Cop Gene Carruthers, der von Mel Gibson wunderbar verkörpert wird. Dabei ergänzen sich die beiden hervorragend: Hier der Teenager, der seinen Vater verlor, dort der alte Mann, dessen Sohn verschwand – eine Konstellation, aus der eine berührende Vater-Sohn-Dynamik entsteht.

Gelungen ist die Location: Martha’s Vineyard verstärkt als Insel den Grusel enorm, da eine einfache Flucht wesentlich schwieriger wird. Trotz dieser bedrohlichen Ausgangslage wird der Film nie zu düster oder gar zu gewalttätig. Dennoch sorgt besonders Noahs kleine Schwester für starke Spannungsmomente, da man sie als nächstes Opfer vermutet. Henrie meistert den Balanceakt zwischen Jugenddrama und Horror, statt brutaler Szenen setzt der Film auf atmosphärische Spannung, bedrohlich dunkle Ecken und gelungene Jump-Scares. So entstand ein schauriges Fantasie-Abenteuer, das auch für das jüngere Zielpublikum bestens geeignet sein dürfte.

Diejenigen, die auf deftigen Horror wie beispielsweise in Scary Stories to tell in Dark hofften, werden zwar enttäuscht, doch Erwachsene und Fans der o.g. Klassiker dürften dennoch gut unterhalten werden. Ebenfalls etwas schwach fällt der investigative Teil des Films aus, hier wären sicher mehr spannende Moment drin gewesen. Obwohl die Auflösung letzten Endes überrascht, wirkt die Synopsis etwas zu vorhersehbar. Womit der Film an manchen Stellen etwas in die Länge gezogen wirkt. Dafür überzeugt das zwischenmenschliche Drama und die Dynamik der Hauptfiguren.
Ein Blick auf Cast & Crew von Monster Summer
Der Live-Action-Star aus Drachenzähmen leicht gemacht, Mason Thames übernahm die Hauptrolle des Noah Reed und überzeugt erneut auf ganzer Linie. Ihm zur Seite steht Hollywood Veteran Mel Gibson (Last Looks), der ehemaligen Detective und gebeutelten Vater Gene Carruthers verkörpert. Wie bereits erwähnt entwickelt sich zwischen Thames und Gibson eine hervorragende emotionale Vater-Sohn-Dynamik, die Regisseur Henrie wunderbar eingefangen hat.

In Nebenrollen zu sehen sind: Noah Cottrell als Ben Driskel, Abbey James Witherspoon als Sammy, Julian Lerner als Eugene Wexler, Nora Zehetner (Boneyard) als Abby Reed, Lorraine Bracco (Hackers) als Miss Halverson, Emma Fasano als Lilly Reed, Spencer Fitzgerald (Black Phone), Gary Weeks (Spider-Man: No Way Home) als Chief Hartley. Dazu gibt es 2 Specials: einmal Kevin James (Guns Up) als Edgar Palmer und Patrick Renna als Umpire (Hercules und die Sandlot Kids)

Filmemacher David Henrie übernahm nicht nur die Regie sondern tritt auch als Produzent auf. Das familienfreundliche Drehbuch von Cornelius Uliano und Bryan Schulz setzte dabei vollends auf die Retro-Welle die einst von Stranger Things ausgelöst wurde. Besonderer Fun-Fact: Bryan Schulz ist der Enkel des Snoopy / Charlie Brown – Peanuts Erfinders Charles M. Schulz. Der deutsche Komponist Frederik Wiedmann (Star Trek Picard) schrieb die Filmmusik, während Larry Blanford (Nobody) hinter der Kamera platz nahm.
Filmdaten, Blu-ray-Ausstattung & Bonusmaterial
Fragen & Wissenswertes (FAQ)
Welche Filme sind wie Monster Summer?
Gibt es einen Fun-Fact (Spoiler!) zu Patrick Rennas Rolle?
Monster Summer (Film 2024) Kritik & Fazit:

In „Monster Summer“ entführt uns Regisseur David Henrie in ein atmosphärisches Gruselfilm-Abenteuer, bestehend aus einer Coming-of-Age-Story, einer Prise Drama und einem Hauch Horror. Mason Thames als ehrgeiziger Teenager Noah und Mel Gibson als kauziger Ex-Cop Gene bilden ein starkes Duo, dessen emotionale Vater-Sohn Dynamik zu den großen Stärken des Films gehört. Henrie meistert zudem den Balanceakt zwischen Horror und familientauglicher Unterhaltung: kein Horrorfilm aber auch kein Kinderfilm, sondern eher ein Spooky Familienfilm wie „Monster Squad“ oder „Hexen hexen“.
Während die Handlung etwas vorhersehbar wirkt und der investigative Teil mehr Tiefe vertragen hätte, überzeugen die zwischenmenschlichen Beziehungen und der leichte nostalgische Retro-Look. Statt auf brutale Horrorelemente, setzt der Filmemacher auf atmosphärische Spannung und geschickt platzierte Jump-Scares. Das Drehbuch von Cornelius Uliano und Bryan Schulz bedient sich zwar bekannter Genre-Elemente, schafft es aber dennoch, eine eigenständige und unterhaltsame Geschichte zu erzählen.
Fazit zu unserem Review: „Monster Summer“ erfindet das Genre nicht neu und hat auch mit kleinen Schwächen zu kämpfen, kann jedoch mit einer atmosphärischen Inszenierung und überzeugenden Darstellern punkten. Wer Titel wie „Goonies“ oder „Stranger Things“ mag, sollte somit auch mit „Monster Summer“ seinen Spaß haben.
Hinweis: Das verwendete Bild- und Trailer-Material sowie das Blu-ray-Rezensionsexemplar wurden uns mit freundlicher Genehmigung von © 2025 Splendid Film zur Verfügung gestellt – Alle Rechte vorbehalten!







