Die Unfassbaren 3 – Now you see me

Die Vier Reiter sind mit Unterstützung zurück

Fast ein Jahrzehnt hat es gedauert, um die Reiter des magischen Zirkels das Auge für einen dritten Teil auf die Leinwand zurückzubringen. Nach Louis Leterrier und Jon M. Chu übernimmt diesmal „Zombieland“-Regisseur Ruben Fleischer das Zepter. In Teil eins stellten die Illusionisten – auch als Horsemen bekannt – den Versicherungs-Mogul Arthur Tressler (Michael Caine). Im dritten Teil richtet sich ihre Aufmerksamkeit auf Veronika Vanderberg, Besitzerin mehrerer Diamantenminen, die ihre Edelsteine zur Geldwäsche für Kriminelle nutzt. Ob Fleischers Fortsetzung überzeugen kann, verrät meine Filmkritik mit einem kurzen Blu-ray Review.

Die Unfassbaren 3 – Now you see me: Trailer

Mein Review zu Fleischers – Die Unfassbaren 3

Worum geht’s?

Neun Jahre nach dem letzten großen Auftritt der Vier Reiter machen sich die talentierten Newcomer Charlie (Justice Smith), June (Ariana Greenblatt) und Bosco (Dominic Sessa) deren Popularität geschickt zunutze. Es dauert nicht lange, bis J. Daniel Atlas (Jesse Eisenberg), auf den Plan tritt und das Trio zur Rede stellt. Sein Erscheinen hat jedoch einen tieferen Hintergrund: Das „Auge“ hat ihn zu den drei Nachwuchs-Illusionisten geschickt. Ihr Ziel: Veronika Vanderberg (Rosamund Pike), die mit ihren Edelsteinen Geldwäsche betreibt. Um neue Investoren zu ködern, plant sie ihren wertvollsten Besitz – den legendären Herzdiamanten – in Antwerpen öffentlich auszustellen.

Filmszene aus Die Unfassbaren 3 - Ariana Greenblatt als June, Justice Smith als Charlie und Dominic Sessa als Bosco stehen an Jesse Eisenberg als J. Daniel Atlas in ihrem Versteck gegenüber
J. Daniel Atlas (Jesse Eisenberg) hat die Trittbrettfahrer June (Arianna Greenblatt), Charlie (Justice Smith) und Bosco (Dominic Sessa) gestellt.

Ihr Plan: Veronikas Diamanten mittels ihrer Zaubertricks zu entwenden. Als einiges schief läuft, tauchen plötzlich Merritt McKinney (Woody Harrelson), Henley Reeves (Isla Fisher) und Jack Wilder (Dave Franco) zu ihrer Hilfe auf. In einem vermeintlich sicheren Versteck treffen sie auf Thaddeus Bradley (Morgan Freeman). Veronika hat sie jedoch schon aufgespürt und während eines Schusswechsels verliert Bradley sein Leben, während Merritt verhaftet wird. Völlig unerwartet erhält die Gruppe Hilfe von Lula May (Lizzy Caplan) und jetzt gilt es, mit vereinten Kräften Merritt zu befreien und Veronika das Handwerk zu legen.

Die Inszenierung: Ein magischer Heist-Coup mit Hindernissen

Im Jahr 2013 feierte das Franchise mit „Die Unfassbaren – Now You See Me – Now you don’t“ Premiere, gefolgt von Die Unfassbaren 2, ca. drei Jahre später. So sind nun neun Jahre vergangen bis Regisseur Ruben Fleischer übernahm. Mit einem Budget von 90 Millionen US-Dollar und einem Drehbuch von Michael Lesslie, Seth Grahame-Smith und Paul Wernick, schlägt er ein neues Kapitel um den magischen Zirkel „Das Auge“ auf. Dabei setzt er auf drei neue Talente, die gemeinsam mit den etablierten Reitern eine mächtige Geldwäscherin zu Fall bringen sollen. Natürlich hält der Film, neben dem eigentlichen Coup, einen obligatorischen Twist parat.

Veronika Vanderberg (Rosamund Pike) präsentiert im Abendkleid einen großen Diamanten - Filmszene aus Die Unfassbaren 3
Veronika Vanderberg (Roasmund Pike) präsentiert der Öffentlichkeit ihren Herzdiamanten

Das erste Drittel überzeugt durch starkes Pacing und führt die neuen Mitspieler Bosco, June und Charlie in das Geschehen ein. Im Mittelteil konzentriert sich Fleischer ganz auf den Diebstahl des Edelsteins in Antwerpen und die anschließende Flucht, bei der die Reiter auf Thaddeus Bradley (Morgan Freeman) treffen. Ab diesem Moment wir die Dramatik angezogen und während Merritt McKinney und June gefasst werden, wird Bradley auf der Flucht erschossen. Erschlossen hat sich der Kurzauftritt von Morgan Freeman für mich jedoch nicht. Das finale Drittel startet mit einem Wiedersehen von Lula May (Lizzy Caplan), die nun mit Synchronsprecherin Sanam Afrashteh, die endlich eine angenehme Stimme erhalten hat.

Die Unfassbaren 3- Jesse Eisenberg als J. Daniel Atlas steht mit einem Smartphone vor seinen Mitstreitern - Filmszene
J. Daniel Atlas (Jesse Eisenberg) handelt mit Veronika Vanderberg einen Deal aus

Das Erzähltempo bleibt recht hoch, dennoch trübt die hakenschlagende Handlung den Erzählrhythmus. So versucht Regisseur Ruben Fleischer die Spannung auf die Spitze zz treiben, indem er die Vier Reiter in eine schier ausweglose Lage manövriert. Dummerweise lässt er dabei die Profis, wie Amateure ohne „Plan B“ wirken, während der Nachwuchs rund um Bosco, June und Charlie fast schon mühelos brilliert. Die Enthüllung des letzten Twists wirkt dazu noch arg konstruiert und in Teilen unlogisch – zumindest, sofern man sich als Zuschauer die Mühe macht, über das Gesehene nachzudenken. Trotz dieser Schwächen weiß „Die Unfassbaren 3“ überwiegend gut zu unterhalten, erreicht aber beileibe nicht die Raffinesse der Vorgänger. 

Die Darsteller oder die Erweiterung des magischen Auges

In „Die Unfassbaren 3“ rücken diesmal drei junge Illusionisten ins Rampenlicht, allen voran überzeugt Justice Smith (Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben) als Charlie, der in diesem Teil das sprichwörtliche As im Ärmel trägt. Flankiert wird er von Ariana Greenblatt (Borderlands: Kritik) als June und Dominic Sessa (The Holdovers) als Bosco. Das Spiel der drei wirkt angenehm frisch und obwohl die Story etwas zerfahren wirkt, passen diese gut zum etablierten Reiter-Team.

Merrit (Woody Harrelson) und Thaddeus Bradley (Morgan Freeman) vor einem Kamin - Filmszene aus die Unfassbaren 3
Merrit (Woody Harrelson) und Thaddeus (Morgan Freeman) haben keine Ahnung was hier gespielt wird.

Die Reiter werden wie gehabt von Jesse Eisenberg gespielt, der gewohnt präzise den J. Daniel Atlas gibt, während Woody Harrelson als Mentalist Merritt McKinney, der erneut für lustige Momente sorgt. Dave Franco und Isla Fisher sind als Jack Wilder und Henley Reeves zurück. Wobei Isla Fischer in Teil 2 durch Lizzy Kaplan (Knock Knock Knock: Review) als Lula May ersetzt wurde, die im dritten Teil ebenfalls mit dabei ist. Das Zusammenspiel dieser fünf Darsteller ist gewohnt dynamisch und beweist, dass die Chemie innerhalb der Gruppe auch nach fast einem Jahrzehnt perfekt harmoniert.

Filmszene aus Die Unfassbaren 3: Jesse Eisenberg als Atlas und Rosamund Pike als Veronika, beide elegant gekleidet auf einer Gala
Atlas (Jesse Eisenberg) und Veronika Vanderberg (Rosamund Pike) auf ihrer Diamanten Gala

Als Gegenspielerin tritt Rosamund Pike in der Rolle der kriminellen Diamantenminen-Besitzerin Veronika Vanderberg auf den Plan. Ihr Spiel ist solide, doch als Antagonistin erreicht sie nicht ganz die unterkühlte Brillanz, ihres Vorgängers Michael Caine. Abgerundet wird das Ensemble durch das kurze erscheinen von Morgan Freeman (The Ritual Killer: Review) als Thaddeus Bradley, sowie einen Kurzauftritt von Mark Ruffalo als Dylan Rhodes.

Wissenswertes zu Film & Blu-ray (FAQ)

Es ist absolut empfehlenswert: Da der Film stark auf der Mythologie der Geheimorganisation „Das Auge“ aufbaut und viele Anspielungen auf die Rollen von Morgan Freeman (Thaddeus Bradley) und Mark Ruffalo (Dylan Rhodes), wie auch Lula May aus Die Unfassbaren 2 enthält. 

Der holografischen Auftritt von Mark Ruffalo als Dylon Rhodes lässt die Tür für weitere magische Coups der Horsemen offen. 

Die Blu-ray präsentiert sich in gewohnt hoher Qualität. Das Bild ist gestochen scharf, was besonders in den neonbeleuchteten Szenen in Abu Dhabi zur Geltung kommt. Die Schwarzwerte sind satt, nichts säuft in dunklen Szenen ab und die Farben wirken natürlich und kräftig. Der Ton (Dolby Atmos) überzeugt vor allem während der großen Bühnenshows und der rasanten Verfolgungsjagden, bei denen die Surround-Kanäle effektiv genutzt werden. Dabei bleibe die Dialogszenen dennoch immer klar und verständlich.

Die Unfassbaren 3 hat Laufzeit von 112 Minuten, wurde von Regisseur Ruben Fleischer inszeniert und wurde von FSK ab 12 Jahren freigegeben. 

Die Blu-ray bietet folgendes Bonusmaterial:

  • Audiokommentar von Ruben Fleischer und Bobby Cohen
  • Featurettes
  • Quick Change
  • Nothing Up My Sleeve
  • The Magic Castle
  • The Sorcerer’s Apprentices
  • Spellbound Speedway
  • Trailer
  • Teaser

Die Unfassbaren 3 – Now you see me (Film 2025) Fazit:

Die Unfassbaren 3 - Blu-ray Cover
Die Unfassbaren 3 – Now you see me: Blu-ray
Wertung: 6 / 10 ★

Als Dritter im Bunde inszenierte Regisseur Ruben Fleischer ein temporeiches Comeback der Illusionisten, die in typischer Robin-Hood-Manier den Menschen zu ihrem Recht verhelfen. Der Cast hat selbst nach neun Jahren Pause nichts von seiner Chemie verloren. Diese funktioniert zwischen den alteingesessenen Vier Reitern um Jesse Eisenberg als Daniel Atlas, sowie der neuen Generation angeführt von Justice Smith überraschend gut und bringt frischen Wind in das Franchise.

Die Geschichte, wie man den wertvollsten Diamenten der Welt stehlen soll, beginnt recht vielversprechend, verliert im Verlauf jedoch etwas an Boden. Einige Twists erscheinen recht konstruiert, wer jedoch über kleinere Logiklücken hinwegsehen kann und Lust auf ein stylisches Heist-Movie mit magischem Anstrich hat, wird hier dennoch gut unterhalten. Die Story rund um die Reiter und das magische Auge, bietet genügend Potential für weitere Abenteuer.

Empfehlenswert ist der Streifen vor allem für Fans der ersten beiden Teile, die natürlich begierig darauf sind, wen die Reiter als Nächstes Ziel auserkoren haben. Wer dieses Mal einen schlüssigen und logischen Plot erwartet, könnte am Ende etwas enttäuscht werden. Alle anderen dürfen sich auf ordentliche Unterhaltung rund um die alten und neuen magischen Reiter freuen, die trotz kleiner Schwächen im Skript ihren Charme definitiv nicht verloren hat. 

Transparenz-Hinweis: Das Bildmaterial sowie das Blu-ray-Rezensionsexemplar wurden uns freundlicherweise von LEONINE Home Entertainment zur Verfügung gestellt. Die Bereitstellung erfolgte unentgeltlich und ohne Einfluss auf die redaktionelle Bewertung – © 2026 LEONINE STUDIOS / Lionsgate – Alle Rechte vorbehalten!