Wie bewerte ich Filme & Serien?
Was mit Filmen, Serien und Technik vor zig Jahren als private Leidenschaft begann, wurde somit auch irgendwann zum Beruf.
Absolute Objektivität in der Kunst halte ich für einen Mythos. Jeder Film triggert uns anders. Mein Ziel ist nicht, vorzuschreiben was gut oder schlecht ist – sondern eine Grundlage für eigene Entscheidungen zu schaffen:

Vorab nenne ich Euch mal mein Motto:
„Es gibt per se keine schlechten Filme – es gibt nur keine Filme, die jeden Geschmack treffen.“
Marc Maurer
Die Bewertungskriterien im Detail
Handlung & Dramaturgie
- Ist die Geschichte schlüssig aufgebaut, stimmt das Tempo, trägt die Dramaturgie?
- Logiklöcher und Füllmaterial töten den Filmgenuss.
Figuren & Schauspiel
- Glaubwürdige Charaktere und überzeugendes Spiel sind für mich das Herzstück eines Films.
- Wenn die Chemie nicht stimmt, wirds schon schwierig.
Regie & Inszenierung
- Timing, Atmosphäre, Laufzeit – wirkt der Film rund oder holprig?
- Und die entscheidende Frage: Erzeugt er Lust auf eine zweite Sichtung?
Musik & Sounddesign
- Sound soll die Atmosphäre aktiv unterstützen und Dialoge verständlich transportieren.
- Mit schwachem Bild könnte man leben – versteht man kein Wort, hat man auch nichts von den bewegten Bildern.
Persönlicher Gesamteindruck
- Hat mich der Film wirklich mitgenommen oder greife ich zwischendurch zum Smartphone?
- Bleibt er Tage später noch im Kopf?
Wie entstehen die Bewertungen?
Nach jeder Sichtung lasse ich ein paar Tage vergehen – vorschnelle Urteile direkt nach dem Abspann sind selten fair. Komplexe Filme bekommen manchmal eine zweite Sichtung. Oft hilft mir auch ein zweites unabhängiges Augenpaar für eine etwas objektivere Bewertung.
Mich interessiert dabei weniger der kurzfristige Hype, sondern: Hat das Werk das Potenzial zum Evergreen – oder ist es wie viele Sequels oder Remakes morgen schon vergessen?
Bildqualität & Sondereditionen:
Bei DVD, Blu-ray und 4K schaue ich auch auf Bild- und Tonqualität. Fällt mir nichts Negatives auf, spare ich mir die Worte. Bei Wiederveröffentlichungen prüfe ich, ob ein neues Bildmaster, verbesserter Ton oder neues Bonusmaterial zum Einsatz kamen.
Warum ein Punktesystem?
Ursprünglich wollte ich kein Punkte-Schema erstellen. Ohne schnelle Orientierung für Leser und Suchmaschinen funktioniert das in der Praxis jedoch nicht. Also habe ich eines entwickelt, das ich für recht nachvollziehbar halte:
| Punkte | Einordnung |
|---|---|
| 0 – 1.5 | Inhaltlich & technisch schwach – eher für hartgesottene Genre-Fans |
| 2 – 3,5 | Ein paar nette Ansätze, bleibt aber kaum in Erinnerung |
| 4 – 5,5 | Durchschnittlich – solide Sonntagnachmittag-Unterhaltung |
| 6 – 7,5 | Empfehlenswert, mit klaren Stärken, macht Spaß und überzeugt |
| 8 – 9 | Überdurchschnittlich stark, hebt sich deutlich von der Masse ab |
| 9.5 – 10 | Volltreffer – ein Film, den man nicht so schnell vergisst |
Am Ende bleibt: Eine Bewertung ist immer subjektiv – auch wenn sie auf klaren Kriterien basiert. Ich versuche lediglich eine Orientierung zu geben. Ob ein Film oder eine Serie jedoch funktioniert, entscheidet letztlich der eigene Geschmack.


