Das Date das zu einem tödlichen Albtraum wird!
In Christopher Landons ‚Drop – Tödliches Date“‘ kämpft Hauptdarstellerin Meghann Fahy als Violet Beane mit den Nachwehen einer gewalttätigen Ehe. Doch ihr erstes Date seit Monaten, soll zu einem noch schlimmeren Albtraum werden! So verlangt ein Unbekannter, dass sie ihr Date töten soll, weigert sie sich, stirbt ihr Sohn. Das Thema, in dem eine unschuldige Person zu einer Gewalttat gezwungen wird, ist zwar nicht neu, wurde jedoch seit längerem nicht mehr richtig gut umgesetzt. Umso gespannter waren wir: ob Landons neuer Film überzeugen kann oder im Meer der Belanglosigkeit untergeht. Das Ergebnis erfahrt ihr in unserer nachfolgenden Filmkritik !
Worum geht’s in „Drop – Tödliches Date“?
Die verwitwete Therapeutin Violet (Meghann Fahy) musste nicht nur eine gewalttätige Ehe durchleben, sie verlor dabei fast ihren kleinen Sohn Toby. Monate später versucht sie wieder ihr Leben zu leben und wagt sich an ein Date mit dem Fotografen Henry (Brandon Sklenar). Während ihre Schwester Jen (Violett Beane) auf ihren Sohn aufpasst, erwartet Violet ihr Date in einem Nobel-Restaurant hoch über der Stadt. Als sie am Tisch sitzen, wird Violets Handy von merkwürdigen anonymen Textnachrichten (Drops) eines Unbekannten heimgesucht.

Noch kurioser wird es, als dieser befiehlt, ihr Date zu töten. Sollte sie sich weigern, wird Toby sterben. Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, rät ihr der Unbekannte, einen Blick auf ihre Überwachungskameras in ihrem Haus zu werfen. Auf diesen erscheint, völlig unbemerkt von ihrer Schwester, ein bewaffneter maskierter Mann in ihrer Küche. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und es stellt sich die Frage: was kann Violet tun, um nicht morden zu müssen und dennoch ihren Sohn zu retten?
Die Inszenierung eines Moral-Dilemma-Thrillers
In der neusten Blumhouse Produktion widmen sich die Macher dem Thema, bei dem eine Person von einem Unbekannten dazu gezwungen, wird ein Verbrechen, wenn nicht sogar Mord zu begehen. Filmemacher Christopher Landon setzt hier gezielt auf die Ängste einer alleinerziehenden Mutter und der modernen Dating-Kultur. So terrorisiert ein Unbekannter die Protagonistin mithilfe von anonymen Nachrichten. Ihre Aufgabe: Henry zu töten, das Druckmittel, ein Killer im Haus. Diesen sieht die Mutter auf ihren Überwachungskameras und dieser lässt keinen Zweifel daran, ihren Sohn und ihre Schwester zu töten, sollte sie sich weigern.

Der Spannungsbogen baut natürlich darauf auf, dass die Hauptfigur alles versucht, aus dieser Situation zu entrinnen. Diese Versuche werden von dem Unbekannten allesamt unterbunden. Womit die Protagonistin immer mehr in die Enge getrieben wird. Bis sie selbst den Unbekannten entlarvt und dank Henry, ihrer Schwester und klein Tobi selbst, die Chance hat, die Situation zu retten. Die knackige Inszenierung wie auch die passende Laufzeit. Die den Spannungsbogen mal nicht extrem überspannt. Der Plot ist zwar recht überschaubar, die kleinen Überraschungen unterstützen jedoch den positiven Eindruck dieses soliden Thrillers

Wo Licht, gibt’s bekanntlich auch Schatten, der leider durch die Grundprämisse selbst entsteht. So verstrickt sich Violet in immer größere Widersprüche und unglaubwürdige Handlungen. So dass man sich die Frage stellt: welcher normale Mensch macht so ein Theater eigentlich mit? Trotz immer größerer Zweifel hält ihr Date bis zum Ende durch, während Violets Sinneswandel wie ein Befreiungsschlag wirkt. Dennoch hätten die Macher auch auf den ein oder anderen Twist oder Dialog verzichten dürfen, da unnötig. Einige Rezensenten fanden das Ende wiederum etwas “albern”, eine Aussage, die wir wiederum nicht ganz nachvollziehen können.
Die Darsteller eines mörderischen Rendezvous
Die Hauptrolle der Violet übernahm Meghann Fahy. Sie spielt die alleinerziehende Mutter, die großes Leid ertragen musste, überaus glaubwürdig. Ebenso stark sind ihre Szenen während des Dates, die ihre große Zerrissenheit widerspiegeln. Ihr stellte man Brandon Sklenar als Rendezvous Partner den charmanten Henry zur Seite. Dieser erträgt fast schon stoisch seine hypernervöse Date-Partnerin. Womit seine Glaubwürdigkeit dann trotz „Very Good Will“ etwas leidet und man eher denkt:Warum lässt er nicht endlich diese skurrile Verabredung platzen?

Der unbekannte Erpresser wird von Reed Diamond (Hawaii Five-O: Serienkritik) gespielt, der eine sehr überzeugende Performance als Bösewicht abliefert. So hält man ihn zunächst nur für einen harmlosen Handlanger, der dann in direkter Konfrontation überaus bedrohlich daherkommt. Violett Beane überzeugt als nervige Schwester, die jedoch alles tut, um ihren Neffen zu verteidigen. Violets Sohn Toby wird in seiner ersten Rolle von Jacob Robinson dargestellt. Seine Figur erweckt das elterliche Gefühl in Mann und Frau, womit man dieses Kind einfach beschützen will.

In weiteren Rollen zu sehen sind: Gabrielle Ryan als Barkeeperin, Sarah McCormack als Restaurant Managerin, Jeffery Self als bemühter Kellner Matt, Ed Weeks als schleimiger Pianist Phil, Fiona Browne als Diane, Michael Shea als Ex-Ehemann Blake und Ben Pelletier als Killer.
Wer sind die Macher hinter „Drop – Tödliches Date”?
Die Regie übernahm Christopher Landon (mehr dazu im Fun-Fact), der schon mit „Freaky“ (2020), „Paranormal Activity 4“ und „Happy Deathday 2U“ (2019) sein Händchen für spannende Unterhaltung bewies. Das Drehbuch stammt von Jillian Jacobs und Chris Roach (Fantasy Island: Kritik). Für die Kamera ist Marc Spicer verantwortlich und Susie Cullen (Abigail: Kritik) für das Produktionsdesign. Die Produktion übernahm Jason Blums Produktionsfirma Blumhouse Productions.
Fun-Fact: Filmemacher Christopher Landon ist der Sohn des beliebten Serien-Darstellers und Golden Globe Gewinners Michael Landon. Dieser feierte mit TV-Serien wie „Unsere kleine Farm (1974-1983)“ Originaltitel „Little House in the Prärie“ als Charles Ingalls und „Ein Engel auf Erden (1984-1989)“ Originaltitel „Highway to Heaven“ als Engel Jonathan seine größten Erfolge.
Drop – Tödliches Date (2025) Kritik & Fazit:

Mit seinem Film „Drop – Tödliches Date“ liefert Regisseur Christopher Landon einen flott erzählten Moral-Dilemma-Thriller ab, der uns überaus sehr gut unterhalten konnte. Zugegeben, die Story gehört nicht zu den ausgefeiltesten und ist eher Mittel zum Zweck. Dieser ist knackig inszeniert und, entgegen der aktuellen Unart, nicht künstlich in die Länge gezogen. Große Überraschungen gibt es zwar nicht, dafür bietet der Film kleinere Twists und einen soliden Spannungsbogen. Der in Ansätzen an Hitchcocks Filme erinnert. Dies aber mit kleineren Mängeln und teils unnötigen Dialoge.
Meghann Fahy und Brandon Sklenar überzeugen in ihren Rollen als Violet und Heny weitestgehend. Etwas unglaubwürdig bleibt jedoch Henrys Durchhaltevermögen, bzgl. seines überaus nervösen Dates. Sehr gut gefallen hat Reed Diamond als kaltblütiger Erpresser, der mit einem süffisanten Lächeln seinem Opfer Violet erklärt, dass sie so oder so verloren hat, liegt doch die Vermutung nahe, sie hätte ihren Mann auch ermordet und somit wohl auch verdächtigt wird. Die restliche Besetzung liefert solide Leistungen ab, wie bspw. Jeffrey Self als kurioser Kellner.
Fazit: Weiß „Drop – Tödliches Date“ zu gefallen?
Die Antwort auf diese Frage ist recht einfach: wer auf spannende Unterhaltung im klassischen Gewand steht und nicht gerade „Das Schweigen der Lämmer“ erwartet, dürfte mit „Drop – Tödliches Date“ richtig liegen. Dieser vereint klassische manipulierende Elemente mit modernen Themen wie Online-Dating und Thriller / Action-Elementen. Für Liebhaber spannender Thriller definitiv ein Muss.
Bilder & Trailer mit freundlicher Genehmigung © Universal Pictures – Alle Rechte vorbehalten!







