Jean Claude Van Damme ist der „Gärtner“!
Erst verdient sich Jason Statham als Beekeeper / Bienenzüchter, jetzt folgt ihm mit Hacke und Heckenschere Jean-Claude Van Damme als Gärtner. Dies tut er als Leo mit grüner Leidenschaft und dies in den Diensten des französischen Politikers Serge Shuster (Michaël Youn). Doch als dieser auf einer Abschussliste landet und eliminiert werden soll, verwandelt sich der Pflanzenfreund in eine tödliche Kampfmaschine. Ob uns David Charhons Film unterhalten konnte oder ob der belgische Actionstar lieber die Finger Actionkomödien lassen sollte, erfahrt Ihr in unserer nachfolgenden Kritik.
Worum geht’s in „Mission Gardener – Der grüne Daumen der Rache“?
Serge Shuster, Beamter und vertrauter des französischen Präsidenten, erwartet eine Beförderung. Zumindest steht er auf einer geheimen Liste, die kürzlich von der Polizei sichergestellt wurde. Doch hierbei handelt es sich um eine Abschussliste des Staatsoberhaupts. Da Serge unbeabsichtigt von geheimen Details erfahren hat und nun von einem bewaffneten Söldnerteam ausgeschaltet werden soll.

Noch ahnen die Shusters nichts, doch die Killer Phoebus (Jérôme Le Banner), Esmeralda (Matthias Quiviger) und Quasimodo (Kaaris) bahnen sich bereits ihren tödlichen Weg durch den Garten des Anwesens. Dabei haben sie jedoch nicht mit dem mysteriösen Gärtner Leo (Jean-Claude Van Damme) gerechnet. Denn dieser beginnt, bewaffnet mit Spaten und weiteren Gartenwerkzeuge, sich durch die Horden von Phoebus Elite Killern zu „jäten“.
Die Inszenierung der blutigen Actionkomödie
„Le Jardinier“, wie der Film im Original heißt, ist nach „The Last Mercenary“, die zweite Zusammenarbeit von Regisseur David Charhon und dem beliebten belgischen Darsteller Jean-Claude Van Damme (Timecop). Für das Drehbuch zeichnen neben David Charhon selbst Vincent De Brus und Sebastien Fechner verantwortlich. Der Streifen ist dieses Mal keine One-Man-Van-Damme-Show, Michaël Youns Screentime ist länger. Sowie ein Mix aus Komödie mit brutalen Szenen. Was dem Film auch eine FSK-Freigabe ab 18 Jahren eingebracht hat.

Der Plot, generisch: eine harmlose Person erfährt ein geheimes Detail, landet daraufhin auf einer Abschussliste und wird wie von einem Ex-Soldaten gerettet. Garniert wird dies mit einem durchgeknallten Politiker, seiner Familie samt Baby. Dieses darf nach dem Wechseln der Windeln, an Dammes gestählter Brust, mit in die Mann-zu-Mann-Kämpfe ziehen. In welchen sich der Belgier durch Horden von Elite-Killern prügelt. Dennoch kann auch der Belgier sein gehobenes Alter von fast 65 Jahren (Stand 2025) nicht mehr verbergen.

Obwohl sich der Film nicht ernst nimmt und die Action überwiegend auf dem Punkt ist, sind es die Gags leider weniger. Manche Dialoge und One-Liner wirken etwas aufgesetzt und zünden nur teilweise. Was nicht zuletzt an der hohen Laufzeit von 109 Minuten liegt, welche der Plot / die Gags nicht ausfüllen können. Ein altbekanntes Problem französischer Filme. Etwas surreal wirkt wiederum das Setting. Obwohl es reale Außenaufnahmen gibt, offenbaren die Gartenszenen eine offensichtliche Studiokulisse.
Die Besetzung von „Mission Gardener“
Jean-Claude Van Damme (TimeCop) agiert gewohnt stoisch, prügelt sich mit Spitzhacke, Schaufel und Harke durch die Angreifer und erinnert dabei teils an Kollege Jason Statham als Beekeeper (Review). Schauspielkollege Michaël Youn (Lucky Luke) scheint jedoch eine zu hohe Dosis Adrenalin abbekommen zu haben. Dieser springt wie eine aufgedrehte Comic-Figur durch den Film und schrammt öfter am Overacting vorbei. Teils erinnert sein Spiel an das von Kultkomiker Louis de Funes (Der Querkopf: Review). Ihm zur Seite Nawell Madani als Gattin Mia und Carla Poquin (Popssi) als Tochter Alice, die scheinbar den Titel einer Scream-Queen anstreben. Nicht zu vergessen Danielle Renault als Haushälterin Jeanne.

Überzeugender agieren die Antagonisten, gespielt von Matthias Quiviger (Asterix & Obelix im Reich der Mitte: Review) , dem ehemaligen französischen Kampfsportler Jérôme Le Banner (Babylon A.D.) und Karris. Diese nutzen nur ihre Decknamen: Esmeralda, Phoebus und Quasimodo. Womit der fast zwei Meter große Muskelberg Quiviger, als Esmeralda schon zum Lacher wird. Durch die teils deftigen und brutalen Einlagen, nimmt man dem Trio jedoch ihre Kompromisslosigkeit ab, selbst wenn auch hier der ein oder andere Flachwitz lauert und diese Schauspieler überwiegend im Action-Kino beheimatet sind.
Wie ist die Bildqualität und bietet die Blu-ray Extras?
Das Bild der Blu-ray gibt keinerlei Anlass zur Klage: Scharf, Kontrastreich und Farbenfroh mit sehr guten Schwarzwerten. Der Dialog Ton ist durchweg klar und verständlich. Leider gibte es bis auf den Original Trailer und eine Trailer-Show, mit bspw. „Fist of the Warrior (Review)“ oder „Born to Kill“ keine weiteren Extras.
Welche weiteren französischen Filme können wir empfehlen?
Hier eine kleine Auswahl unserer Highlights – die Links führen Euch zu den Reviews:
- Weekend in Taipei (2025)
- Dogman (2023) – Luc Besson
- Die Jean Paul Belmondo Filme (1974 – 1985)
- Subway (1985) – Luc Besson
Mission Gardener – Der grüne Daumen der Rache (Film 2025) Kritik & Fazit:

In der französischen Actionkomödie schlüpft Jean-Claude Van Damme in die Rolle des mysteriösen Gärtners Leo, der im Dienst des Staatsbeamten Serge Shuster (Michaël Youn) steht. Als Shuster unwissentlich ein verhängnisvolles Staatsgeheimnis erfährt und auf eine Abschussliste gerät, verwandelt sich sein Angestellter Leo in eine tödliche Kampfmaschine. Bewaffnet mit Harke, Schaufel und Spitzhacke pflügt sich der belgische Actionstar durch Horden von Elite Killern, die das Anwesen der Familie stürmen.
Die zweite Zusammenarbeit zwischen Regisseur David Charhon und Jean-Claude bietet einen Mix aus teils brutalen Szenen und Komödie, wobei ersteres deutlich besser funktioniert. Der Plot selbst bleibt generisch und während Jean-Claude gewohnt überzeugend kämpft, übertreibt Youn mit seinem Spiel. Die Antagonisten, gespielt von Jérôme Le Banner, Matthias Quiviger und Kaaris, überzeugen hingegen mit kompromissloser Brutalität. Mit 109 Minuten ist „Mission Gardener“ allerdings zu lang geraten.
Fazit: Der Film punktet einerseits mit unerwartet harten Szenen, während manche Gags leider ins Leere laufen. Dafür zeigt Van Damme Mut zur Selbstironie und Schauspiel Kollege Michaël Youn agiert dafür sehr nah am Overacting. Überragend ist die Produktion nicht, bietet dennoch einige unterhaltsame Szenen. Fans des französischen Films und des belgischen Actiondarstellers können hier auf jedenfall mal einen Blick riskieren.
Hinweis: Das verwendete Bild- und Trailer-Material sowie das Blu-ray-Rezensionsexemplar wurden uns mit freundlicher Genehmigung von © 2025 Plaion Pictures zur Verfügung gestellt – Alle Rechte vorbehalten!



