Paddington in Peru – Wo ist Tante Lucy?

Paddingtons verzweifelte Suche nach Tante Lucy

Paddington ist zurück, der kleine Bär mit blauem Dufflecoat und dem roten Hut, muss gemeinsam mit Familie Brown nach Südamerika reisen, da seine Tante Lucy spurlos verschwunden ist. So führt ihn sein Weg zusammen mit den Browns durch den tiefen Dschungel des Amazonas bis hoch zu den Berggipfeln Perus. Wo sich letztlich nicht nur das verschwinden seiner Tante auflösen soll, sondern er auch endlich erfährt woher er eigentlich kommt, bevor Lucy ihn „adoptierte“. Ob der dritte Teil der Filmreihe an seine erfolgreichen Vorgänger anschließen kann oder man sich diesen hätte sparen können, verrät unsere nachfolgende Kritik.

Paddington in Peru (2025): Trailer

Worum geht’s in „Paddington in Peru“?

Der letzte Brief von seiner Zieh-Tante Lucy macht Paddington (Ben Whishaw / Elyas M’Barek) nervös, so scheint sie einerseits etwas über seine Herkunft herausgefunden zu haben, andererseits spricht sie in Rätseln. Irgendetwas stimmt nicht und er will so schnell wie möglich nach dem Rechten sehen. Womit sich Paddington und die Browns direkt nach Peru begeben.

Paddington in Peru Filmszene: Bär mit Brille liest am Schreibtisch
Tante Lucy (Imelda Staunton) steht kurz vor einer Entdeckung

Dort angekommen, teilt ihm Mutter Oberin (Olivia Colman), die Leiterin des Seniorenheims für Bären,  leider mit, dass seine Tante Lucy (Imelda Staunton) spurlos verschwunden ist. Nun gilt es sich durch die Tiefen des Dschungels zu kämpfen um nach seiner verschollenen Tante zu suchen. Hilfe finden sie Hilfe bei Kapitän Hunter Cabot (Antonio Banderas), doch dieser wie auch Mutter Oberin scheinen etwas zu verbergen. 

Die Inszenierung: Paddington zum Dritten

1958 schuf Autor Michael Bond die Kinderbuchfigur Paddington Bär, der 2014 seinen eigenen Kinofilm und eine Fortsetzung 2017 erhielt. erhielt. Aufgrund der Pandemie und eines Drehbuchautoren- und Schauspieler-Streiks mussten die Fans 7 Jahre auf die Fortsetzung warten. Aufgrund der Verzögerungen kam es zu zwei weiteren Veränderungen. So wurde Sally Hawkins als Mary Brown von Emily Mortimer ersetzt, während Regisseur Paul King (Wonka) die Regie an Regisseur Dougal Wilson übergab. King blieb jedoch als Autor und Produzent weiterhin an der Produktion beteiligt.

Paddington in Peru Filmszene: Mann schaut aus einem farbigen Busfenster heraus.
Henry (Hugh Bonneville) kriegt Panik im Bus

Nach zwei Abenteuern in London taten die Macher gut daran, die Geschichte etwas zu erweitern. So spielt Teil drei in Südamerika, wo Paddington nicht nur seine verschwundene Tante suchen muss, sondern noch mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird und sich mit hinterhältigen Bösewichten herumschlagen muss. Als Gegenspieler kommen Antonio Banderas (The Enforcer: Kritik) und Olivia Colman zum Einsatz. Während die Browns unterstützend an der Seite ihres pelzigen Familienmitglieds stehen. In einem Nebenplot muss sich aber auch Mr. Brown nochmals selbst beweisen.

Paddington in Peru Filmszene: Zwei Personen lächelnd im Gespräch.
Gina (Carla Tous) und Vater Hunter (Antonio Banderas) an Deck

Wilson inszenierte den Film im Stile der Vorgänger und erzählt ein turbulentes Abenteuer, sowohl für die Protagonisten, wie auch die Antagonisten. Hier brilliert besonders Antonio Banderas als Hunter Cabot, der von seinen Vorfahren durch einen Familienfluch heimgesucht wird. So liegt das Augenmerk in Teil drei, neben Paddington selbst, auf Hunter Cabot wie auch der Mutter Oberin des Seniorenheims für Bären. Das Drehbuch von Mark Burton, Paul King, Simon Farnaby, Jon Foster und James Lamont erzählt die bekannte Geschichte gekonnt weiter und beantwortet auch gleich einige alte Fragen.

Paddington in Peru Filmszene: Nonnen tanzen und spielen Instrumente im Kloster.
Mutter Oberin (Olivia Colman) ist außer sich vor Freude und greift gleich zur Klampfe

Aufgrund der Freigabe ab 0 Jahren wirkt der Familienfilm vielleicht etwas weich gespült. So haben die Kinder einiges zum lachen, während die Eltern wohl eher nur schmunzeln werden. Die Settings und Locations können ihre CGI-Effekte und Greenscreen Szenen (und diese gibt es zuhauf) nicht verleugnen. Ebenso wirken manche Szenen etwas konstruiert: siehe die Sache mit dem Reisepass, wie auch Henrys Nebenplot und auch die Moralkeule wurde nicht vergessen. Der Umstand um das Verschwinden Tante Lucys führt den Bären zurück in seine alte Heimat Peru, was wiederum jede Menge Spielraum für eine neue und unterhaltsame Geschichte bot.

Die Besetzung von „Paddington in Peru“!

Paddingtons Originalstimme stammt von Ben Whishaw (Keine Zeit zu sterben: Kritik), der wiederum erneut von Elyas M’Barek (Chantal im Märchenland: Review) synchronisiert wurde. Die Darsteller der Familie Brown kehrten bis auf die Rolle der Mutter Mary, die nun von Emily Mortimer gespielt wird, in der Ur-Besetzung zurück. So ist Hugh Bonneville (Downton Abbey) wieder als Henry zu sehen, wie auch Madeleine Harris und Samuel Joslin als die Geschwister Judy und Jonathan. Julie Walters ist ebenfalls als kauzige Haushälterin der Browns, Mrs. Bird zurück.

Schauspieler Elyas M'Barek im Synchronstudio als Sprecher des Bären Paddington
Elyas M’Barek spricht den Bär Paddingtion

Als Gegenspieler konnte man Antonio Banderas (Indiana Jones und das Rad des Schicksals: Kritik) als Hunter Cabot gewinnen, der vor der Kamera wieder grandios abliefert. Besonders die Zwie-, und Streitgespräche mit seinen verstorbenen Vorfahren sind zu köstlich. Hunters Tochter Gina, sollte ursprünglich von Rachel Zegler (Schneewittchen 2025: Kritik) gespielt werden, was der Schauspieler Streik verhinderte. So übernahm nun Carla Tous als Gina. Die zweite Gegenspielerin wird von Olivia Colman (Die wunderbare Welt des Louis Wain: Kritik) gespielt, die als Mutter Oberin auftritt.

Paddington in Peru Filmszene: Mann in Rüstung mit rotem Federhelm, historisches Porträt.
Einer der Vorfahren Hunters, wird im Bild lebendig und tadelt seinen Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel

In weiteren Rollen sind ebenfalls erneut zu sehen: Ben Miller (Professor T.: Kritik) als Colonel Lancaster,    Robbie Gee als Mr. Barnes, Sanjeev Bhaskar als Dr. Jafri, Joel Fry (Doctor Who 2024) als Postbote, Jessica Hynes als Miss Kitts und Jim Broadbent (Harry Potter und der Halbblut Prinz: Prof. Horace Slughorn) als Mr. Gruber. Imelda Staunton auch bekannt als Prof. Dolores Umbridge, lieh erneut Tante Lucy ihre Stimme. In einer herrlichen Post-Credit-Scene kehrt Hugh Grant nochmals als Phoenix Buchanan zurück.

  • Hinter den Kulissen von „Paddington in Peru“
  • Eine Tour durch das Haus der Browns
  • Eine Tour durch das Heim für Bären im Ruhestand
  • Paddington in Peru: Ein neues Abenteuer
  • Paddington in Peru: Making of
  • “Macht euch bereit für Paddington“ – Sing along mit der Mutter Oberin
  • Trailer

Studiocanal hat bereits einen vierten Teil angekündigt, der vermutlich 2027 / 28 in die Kinos kommen soll, ebenso ist eine neue Paddington Serie geplant.

Paddington in Peru (Film 2024) Kritik & Fazit:

Paddington Bär in Peru Blu-ray Cover Abenteuer Landschaft
Paddington in Peru: Blu-ray
Bewertung: 7 / 10 ★

Unter der Regie von Dougal Wilson entstand eine wunderbare Fortsetzung der Filmreihe um Bär Paddington. Dieser reicht zwar nicht ganz an die Paddington 2 heran, weiß aber dennoch zu unterhalten und rundet vor allen Dingen die bisherigen Filme wunderbar ab. Die Story: Tante Lucy ist verschwunden und niemand im Heim der Bären im Ruhestand weiß wohin. Und so müssen Paddington und die Browns samt Haushälterin Mrs. Bird nach Peru reisen, um die verschollene Tante wiederzufinden. Womit der Zuschauer zur Ursprungsgeschichte des jungen Bären zurückgebracht und dessen Herkunft aufgelöst wird.

Dennoch wirkt er im Vergleich zu seinen Vorgängern nicht ganz so rund und teils konstruiert. Dies ist zwar nörgeln auf hohem Niveau, fällt aber durch die Laufzeit von 106 Minuten dennoch auf. Hier hätte man gut und gern um 10 bis 15 Minuten kürzen können, um die Inszenierung knackiger zu machen. Dafür punktet der Film visuell, trotz etlicher CGI- und Greenscreens, die jedoch auch schon die Vorgänger enthielten und diesen einen magischen Touch verliehen.. Dazu hat der Film den Mut, notwendige Veränderungen anzugehen.

Fazit: Obwohl die Fortsetzung von Paddington nicht ganz an die Vorgänger heranreicht, erhält man mit dem dritten Teil der Reihe ein spannendes und unterhaltsames familientaugliches Abenteuer rund um die Ursprungsgeschichte von Paddington. Fans des kleinen Bären und diejenigen, die es noch werden wollen, sollten nicht enttäuscht werden.

Bilder & Trailer mit freundlicher Genehmigung © 2025 Studiocanal – alle Rechte vorbehalten!