Ein unheimliches und mörderisches Spielzeug!
Verfluchte oder dämonische Gegenstände, gerne auch Puppen sind in Horrorfilmen ja sehr beliebt. Nun auch in Oz Perkins neuen Horrorfilm „The Monkey“, basierend auf der Adaption einer Kurzgeschichte von Stephen King. So finden die Zwillingsbrüder Hal und Bill (Theo James) einen trommelnden Spielzeug Affen. Zieht man diesen auf, sucht sich dieser wahllos ein Opfer und tötet dieses so, als wäre es ein Unfall gewesen. Als ihre Mutter zu Tode kommt, zerstören sie das Spielzeug. Jahre später erfährt Hal von neuen merkwürdigen Todesfällen und weiß, der Affe ist zurück. Ob uns Perkins neuster Streich ebenso wie „Longlegs“ überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserer Filmkritik.
Worum geht’s in „The Monkey“?
Nach dem Tod ihres Vaters finden die Zwillingsbrüder Hal und Bill Shelburn (gespielt von Christian Convery) einen alten Spielzeugaffen mit Trommel zum Aufziehen. Zieht man diesen jedoch auf, sucht dieser wahllos einen Todeskandidaten. Als sich die beiden wieder heftig streiten, wünscht sich Hal Bills Tod und stattdessen stirbt ihre Mutter. Daraufhin vergraben die beiden das Spielzeug. 25 Jahre später haben sich die beiden Brüder Bill und Hal endgültig entzweit.

Der nun erwachsene Hal (Theo James) leidet dabei immer noch unter den Geschehnissen von einst, was ihn seine Ehe und seinen Sohn Petey (Colin O’Brien) kostete. Diesen trifft er nun nur noch einmal im Jahr, aus Angst das dämonische Spielzeug könnte seinen Sohn ins Visier nehmen. Just in dieser Vater-Sohn Woche meldet sich Bill mit den Worten bei ihm: das Spielzeug-Monster ist zurück und Hal muss unbedingt versuchen diesen zu finden, bevor das Leid noch endlos weiter geht.
Die Inszenierung einer Horror-Schocke-Komödie
Während Oz Perkins Film „Longlegs: (Review)“ mit Nicolas Cage, im Jahr 2024 teils sogar als gruseligster Film des Jahrzehnts gefeiert wurde, könnten Fans von todernsten Horror-Slashern, diese Mal etwas enttäuscht werden. Der Filmemacher adaptierte für „The Monkey“ die gleichnamige Kurzgeschichte des King of Horror Stephen King. Und inszenierte diese im Stil einer heftig-deftigen Horror Komödie wie bspw. „Tucker & Dale vs Evil“ an. Die Todesszenen erinnern dabei sehr an die „Final Destination“ Filmreihe. Diese sind dermaßen überzogen, dass man unfreiwillig schmunzeln / lachen muss. Dabei wirkt der Film keinesfalls lächerlich, da der Filmemacher eine gute Balance zwischen Meuchel-Szenen und Komödie gefunden hat

Gerade diese sind zudem noch überaus blutig ausgefallen. Hier vereinten die SFX-Künstler gekonnt klassische Handmade- mit CGI-Effekten. Darunter gleich die Anfangsszene, in der ein Pfandleiher mit einer Harpune erschossen wird und sich seine Innereien über den Tresen verteilen oder der Bienenschwarm in Trashers Mund. Das Setting ist überwiegend düster und wie schon bei „Longlegs“ ist das Color-Grading des Films in grau / blauen Tönen gehalten, was eine triste Stimmung verursacht. Dies steht im direkten Gegensatz zu den skurrilen Over-the-top Szenen, funktioniert jedoch hervorragend. Ebenso erfreulich, der Horrorfilm verzichtet auf die üblichen generischen Jumpscares.

Die Inszenierung der Geschichte ist ein Mix aus Spannung, Horror, Komödie und unerwartetem, aber passendem Drama. Dramatisch deswegen, da dieses dämonische Spielzeug den Protagonisten jegliche unbeschwerte Lebensfreude nimmt. Spannung und Horror entstehen, wenn der Affe das Trommeln anfängt und so irrwitzig es klingen mag, so sind es gerade die skurrilen Tötungsszenen, die den Film “spaßig” machen. Basierend auf der Kurzgeschichte musste der Plot gestreckt werden und so wirkt der Film gerade im Mittelteil etwas langatmig. Obwohl der Streifen auch etwas vorhersehbar ist, tut dies dem Unterhaltungswert keinen Abbruch. Wie so oft in letzter Zeit, ist James Wan (M3GAN: Review) auch hier wieder für die Produktion verantwortlich.
Die Darsteller der mörderischen Affenjagd
Theo James (Die Bestimmung) ist als Hal und Bill zu sehen und die spielt die Brüder in einer Doppelrolle. Er schafft es perfekt die Illusion zu erzeugen, es mit zwei sehr unterschiedlichen Figuren zu tun zu haben. Dies kommt besonders zu tragen, wenn sein Spiel herrlich over-the-top geht. Christian Convery (Cocaine Bear: Review) spielt die jungen Zwillinge Hal und Bill ebenso hervorragend. Petey, der Sohn von Hal, wird von Colin O’Brien (Wonka) dargestellt, der im Verlauf mit einigen ziemlich heftigen Details konfrontiert wird.

In weiteren Rollen: Tatiana Maslany (She-Hulk – Serie) als Mutter Lois, Adam Scott (Severance – Serie) als Captain Petey Shelborn Senior, Ex-Hobbit Elijah Wood als Peteys Stiefvater Ted, Laura Mennell (Van Helsing – Serie) als Peteys Mutter, Rohan Campbell (Halloween Ends: Review) als Trasher, Oz Perkins (Nope: Review) selbst ist als Onkel Chip zu sehen, Sarah Levy als Tante Ida sowie Perkins Tochter Beatrix Perkins als Florence.
Oz Perkins, Sohn von Hollywood Legende Anthony Perkins
Schauspieler, Autor und Regisseur Osgood „Oz“ Perkins, ist der älteste Sohn von Hollywood Legende Anthony Perkins. Dieser erlangte 1960 Weltruhm in der Rolle des mutterfixierten Norman Bates in Alfred Hitchocks „Psycho“. Der 1974 geborene Osgood Perkins, hatte bereits mit neun Jahren einen Auftritt in „Psycho 2“, in dem er die Rolle des jungen Norman Bates spielte. Weiterhin war er unter anderem in: „Secretray (2002)“, „Star Trek (2009)“, wie auch in der Neuauflage der Serie „The Twilight Zone (2020)“ zu sehen. Mit „Longlegs“ aus dem Jahr 2024, bei dem er ebenfalls Regie führte und das Drehbuch schrieb, feierte Osgood Perkins seinen bisher größten Erfolg.
Was bietet die Blu-ray von „The Monkey“ an Extras?
- Making-of
- Featurettes
- Interviews mit Theo James & Osgood Perkins
- Spots
- Trailer
- Trailershow
The Monkey (Film 2025) Kritik & Fazit:

Mit „The Monkey“ erschuf Regisseur und Autor Osgood Perkins eine Horror-Komödie, die einerseits ziemlich heftige Szenen zu bieten hat, durch die überzogene Darstellung den Zuschauer jedoch immer zum schmunzeln, wenn nicht sogar lachen bringt. Der Film lebt durch seine kuriosen Figuren, surreale Szenen und die skurrilen Tötungen, die teils recht brutal ausgefallen sind. Die Besetzung passt gut zusammen und besonders Theo James weiß in seiner Doppelrolle der Zwillinge Hal und Bill vollends zu überzeugen. Ebenso überzeugend sind die Special-Effects, hier konnten sich die kreativen SFX-Designer so richtig austoben und verschmolzen handwerkliche, wie auch CGI-Effekte ziemlich perfekt miteinander.
Ein paar Schwachpunkte gibt es dennoch: Kings Kurzgeschichte über ein dämonisches Spielzeugs ist nun nicht gerade neu und gibt aufgrund der Kürze auch nicht viel her. Dadurch hat der Film ein paar Längen und ist etwas vorhersehbar, was der Unterhaltung keinen großen Abbruch tut. Die schier endlose Masse an mysteriösen Todesfällen ist auf Dauer etwas ermüdend. Ein Manko: der Trailer sah vielversprechend aus, vermittelt einen Slasher Movie Eindruck, statt einer Horrorkomödie. Dies könnte Hardcore Horror Fans letztlich etwas enttäuschen, da sie eventuell mit falschen Vorstellungen an den Film gehen.
Fazit: Die User-Kritiken fielen zwar nicht ganz so gut aus wie bei „Longlegs„, dennoch ist „The Monkey“ eine kurzweilige und ziemlich unterhaltsame Horrorfilm Komödie im Stil von „Tucker & Dale“. Dafür glänzt dieser mit noch absurderen Todesszenen und einer riesigen Portion bitterbösen schwarzen Humors. Wer Gefallen an Filmen wie dem erwähnten „Tucker & Dale vs. Evil„, „Shaun of the Dead“ oder „Zombieland“ findet, der sollte definitiv einen Blick auf „The Monkey“ werfen.
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