Mark Strong macht Omar Sy die Hölle heiß
In Joe Carnahans Actionthriller müssen sich Kerry Washington und Omar Sy, einem wutentbrannten Mark Strong stellen, der auf gnadenlose Rache sinnt. Nicht nur dass sich die beiden gegen seinen Befehl stellten und ein Paar wurden, sie begangen Fahnenflucht aus der ihm geschaffenen Spezialeinheit Shadow Force. Seit Jahren sind sie nicht nur auf Flucht, sondern haben zwischenzeitlich einen Sohn. Nach einem Missgeschick, beginnt eine gegenseitige Jagd und es stellt sich die Frage, wer diese überlebt. Ob uns der Actioner überzeugen konnte oder dieser nur heiße Luft darstellt, erfahrt Ihr in unserer Filmkritik.
Worum geht’s in „Shadow Force – Die letzte Mission“?
Einst waren Kyrah Owens und Issac Sarr Teil der Spezialeinheit namens Shadow Force. Jack Cinders geheimes Killer-Kommando. Nicht nur dass sie sich ineinander verliebten, sie erkannten das Cinders Motive aus Machtdrang geprägt waren und stiegen aus. Seither sind sie auf der Flucht und haben zwischenzeitlich einen kleinen Sohn namens Ky. Beiden ist klar, dass sie sich nicht ewig verstecken können, womit Kyrah beginnt jagt auf ihre Verfolger zu machen während Isaac ihren Sohn Ky beschützt.

Derweil muss sich der ehemalige CIA Direktor Cinder und jetziger G7 Generalsekretär einem Ausschuss stellen. Ein unglücklicher Zufall führt dazu das Issac auffliegt, als er einen Banküberfall verhindert. Noch schlimmer, als Jack auf den Überwachungsvideos erkennt, dass sein Flüchtiger einen Sohn hat, ist die Jagd eröffnet. Trotz der ermittelnden Kommission im Nacken, versammelt er seine Shadow Force und setzt ein hohes Kopfgeld auf Issac aus. Und Issac ist, kann Mutter Kyrah nicht weit sein, denn an ihrem Tod hat er ein ganz persönliches Interesse.
Die Inszenierung eines flüchtigen Eliteeinheits-Pärchens samt Kind
Nach dem Trailer erwarteten wir, das Boss Level Regisseur Joe Carnahan, ein launiges Action-Spektakel abliefern wird. So im Stil von Luc Bessons „Weekend in Taipei„, da sich beide Storys doch recht ähnlich sind. Auch der Cast mit Omar Sy und Mark Strong ließ auf einen unterhaltsamen Actioner hoffen. Die Action ist überwiegend gelungen. Die Grundprämisse ist zwar generisch, reicht jedoch für eine ordentlichen Abenteuer Action aus. Leider kann der Film sein Potenzial nicht ausschöpfen, da das Drehbuch teils chaotisch wirkt und mit einigen realitätsfernen Fehlern zu kämpfen hat.

Fangen wir bei dem positiven an. Die Geschichte ist zwar nicht neu, aber dennoch temporeich und mit überwiegend guter Action unterhaltsam inszeniert. Omar Sy und Kerry Washington können in Figuren und ihren physischen Kampfszenen überzeugen. Während Sy noch für den ein oder anderen Schmunzler und etwas Leichtigkeit sorgt. Wie nicht anders zu erwarten, brilliert Mark Strong, als exzentrischer und widerwärtiger Antagonist Jack Cinder. Er strahlt so viel Antipathie aus, das man ihm Verlauf des Films, gerne selbst aus dem Weg räumen möchte. Da’Vine Joy Randolph als Auntie und Method Man als Unc, sind für den unterhaltsamen Teil verantwortlich, wobei Randolph ganz klar vorne liegt.

Weniger positiv: Das Drehbuch von Joe Carnahan und Leon Chills wirkt recht chaotisch. Wie Kyrahs Jagd, die so lange weg ist, das ihr Sohn sie nicht erkennt. Dazu zwei Agenten Teams die ziemlich unkoordiniert versuchen, den neuen G7-Generalsekretär zu Fall zu bringen. Wobei der Witz darin besteht, dass es gar keinen G7 Generalsekretär gibt. Die G7 ist ein Wirtschaftsforum und keine Organisation. Die Verfolgungsjagd, die dem Stil von „Fast & Furious“ ähnelt, wie auch die Choreografie sind zwar ordentlich, die Kameraarbeit von Juan Miguel Azpiroz dagegen recht lustlos wirkt. Hier hätte die Verfolgungsjagd und die ein oder andere Actionszene, eindeutig mehr Dynamik gebraucht.
Fun-Fact: Shadow Force wurde von dem Film Mr. und Mrs. Smith (2003) inspiriert, in dem Kerry Washington einst mitspielte!
Die Besetzung von Shadow Force
Kerry Washington und Omar Sy spielen die Ex-Elitesoldaten Kyrah und Isaac, einer streng geheimen Einsatzgruppe. Uns fehlte Zugang zu Washingtons Figur, nicht nur aufgrund der lahmen One-Liner, die Mischung aus Soldatin und Mutter konnten wir ihr irgendwie nicht abnehmen. Omar Sy (Jurassic World) ist trotz seiner körperlichen Präsenz der Ruhepol und erdet den Film etwas. Ihm nimmt man wiederum den Ex-Soldaten und Vater durchaus ab. Jahleel Kamara spielt den kleinen Sohn Ky Sarr.

Mark Strong (Kingsman) spielt seine Figur des Ex CIA Direktor Jack Cinder, wie erwartet überragend. Ein eiskalter Mistkerl der seine Macht missbraucht und die Shadwo Force für seine Interessen einsetzte. Ihm auf den Fersen Da’Vine Joy Randolph (The Lost City) als Auntie und Partner Unc, gespielt von Cliff „Method Man“ Smith (So High). Sie sind zwar mehr für den lustigen Part verantwortlich, retten dafür den Film über ein paar Längen hinweg.

Marshall Cook als Patrick und Ed Quinn (Eureka) stellen das zweite Team dar. In weiteren Rollen zu sehen sind: Sala Baker als Scath, Jénel Stevens (Black Panther) als Anino, Natalia Reyes (Terminator: Dark Fate) als Moriti, Yoson (Mulan) An als Varjo, Otmara Marrero als Yvette und Marvin Jones III als Cysgod.
Bei welchen Filmen führte Joe Carnahan Regie?
- Copshop (2021)
- Battle Ready (2020)
- Boss Level (2020)
- State of Affairs (2014)
- The Blacklist (2013)
- Stretch (2014)
- Those Who Kill (2014)
- Journey (2012)
- The Grey – Unter Wölfen (2011)
- Das A-Team – Der Film (2010)
- Faceless (2006)
- Smokin‘ Aces (2006)
- The Hire (2003)
Welches Bonusmaterial bietet die Blu-ray von „Shadow Force“?
- Interview mit Kerry Washington
- Interview mit Omar Sy
- Interview mit Jahleel Kamara
- Interview mit Mark Strong
- Interview mit Da’Vine Joy Randolph
- Interview mit Cliff „Method Man“ Smith
- Interview mit Ed Quinn
- Interview mit Joe Carnahan
- Interview mit P. Erik Carlson
- Interview mit Pilar Savone
- Interview mit Stephen „Dr.“ Love
- Trailer
Shadow Force – die letzte Mission (Film 2025) Kritik & Fazit:

Der Actionfilm um ein Pärchen, welches aus einer Eliteeinheit voller Killer aussteigt und seither auf der Flucht ist, ist zwar nicht neu weiß aber bezüglich der Besetzung zu gefallen. Omar Sy, Da’Vine Joy Randolph und Mark Strong liefern hier besonders gut ab. Es sitzen zwar nicht alle Dialoge oder One-Linder, dafür sind die physischen Actionszenen überwiegend ordentlich ausgefallen. Diese hätte jedoch von einer besseren Kameraarbeit noch mehr profitiert.
Das größte Manko ist jedoch das Drehbuch. Dieses steckt voller Ungereimtheiten, Fehlern und einem Seifenopern-Twist. Wie bspw. Kyrahs eigene Undercover Mission und ihrer Mutter Rolle, die platte Liaison mit dem Antagonist und speziell dessen Rolle, als G7 Generalsekretär, eine Position die es gar nicht gibt, wie auch das völlig fälschlich dargestellte Wirtschaftsforum. Dazu schwankt der Film zwischen Action und Komödie, nimmt sich aber für einen reinen Actionfilm zu ernst.
Fazit: Am Ende bleibt „Shadow Force“ zwar ein unterhaltsamer Action-Film, der trotz guter Darsteller wie Strong, Sy und Randolph nicht über das teils chaotische und fehlerbehaftete Drehbuch hinwegtäuschen kann. Wer keinen Bezug zu den o.g. Punkten hat und eine einfache Feierabend No-Brainer Actionkomödie zum entspannen benötigt, sollte hier auf seine Kosten kommen.
Das verwendete Bild- und Trailer-Material sowie das Blu-ray Rezensionsexemplar wurde uns mit freundlicher Genehmigung von © 2025 LEONINE STUDIOS zur Verfügung gestellt – Alle Rechte vorbehalten!



