The Blacklist (Staffel 8): Review

The Backlist: Wer ist Raymond Reddington?

the blacklist staffel 8 dvd cover
The Blacklist Staffel 8: DVD

The Backlist: seit 2013 begleitet uns Serienjunkies nun schon die Serie mit 8 Staffeln. Somit folgen wir bereits seit 177 Episoden, den Ereignisse um den geheimnisvollen Hintermann und Verbrecher Raymond Reddington sowie der FBI Agentin Elizabeth Keen. Seit Beginn der Serie steht eine entscheidende Frage im Raum: in welcher Beziehung steht der alternde Terrorist, zu der jungen FBI-Agentin und wer ist er wirklich.

Diese Antwort blieb uns die Action Serie bislang schuldig. Mit jeder neuen Staffel erwacht somit erneut das Interesse, ob wir nun endlich erfahren, was es mit Raymond „Red“ Reddingtion auf sich hat. Ebenso ist immer noch nicht geklärt, warum er ein fast schon väterliches Interesse an Elizabeth Keen hegt. So ist bis heute nicht klar, ob er ihr Vater, ihr Onkel, ihr Bruder, ein Ziehvater, ein Bekannter, ein Freund, eine Tante oder ihre Mutter ist. Ehrlich nach acht Staffeln habe ich langsam das Gefühl, das alles möglich sein kann. Wie sich nun die neuste Staffel Veröffentlichung auf DVD bei mir geschlagen hat, erfahrt Ihr wie immer in den nachfolgenden Zeilen.

Und darum geht es in Staffel 8:

„Wie immer werde ich den Inhalt einer Serie / Staffel nur grob umreißen. Um einerseits Neueinsteigern die Serie nahe zu bringen, aber dem Serienfan keine Spoiler zu verraten. Wobei ich gerade in Bezug auf Staffel 8 der Serie Blacklist und dem weiteren Verlauf, nicht umhinkomme, in der Bewertung bzw. dem Fazit, auf ein, zwei wichtige Punkt einzugehen. Dazu aber später mehr.“

the blacklist staffel 8 screenshot 2
James Spader als Raymond „Red“ Reddington

Raymond Reddington auch „Red“ genannt, gehört zu den gefährlichsten Männern der Welt. Als er sich eines Tages der Regierungsbehörden stellt, scheint dahinter ein Plan zu stecken. Reddington bietet den Behörden an, Informationen zu international gesuchten Verbrechern, Killern und Terroristen zu liefern. Dies aber nur unter einer Voraussetzung. Die junge FBI-Agentin Elizabeth Keen muss ihm als Kontaktperson zur Seite gestellt werden.

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Lizzy sucht weiterhin nach Antworten

Doch weshalb erscheint, ein seit Jahrzehnten untergetauchter Schwerverbrecher, genau an dem Tag in der FBI-Zentrale, an dem eine junge unerfahrene FBI-Absolventin ihren ersten Arbeitstag beginnt? Woher kennt er sie? Wieso will er nur Ihr, die Daten über weltweit agierende Verbrecher mitteilen? In welcher Beziehung stehen Elizabeth Keen und Raymond Reddingtion wirklich zueinander? Eine Menge Fragen, auf die nicht nur Elizabeth Keen, sondern auch das FBI, nach Antworten sucht.

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Raymond und die Taskforce

Nachdem der Deal zustande kommt, liefert Redmond der eigens für diesen Fall zusammengestellten Taskforce, die Namen einer Blacklist. Dies ist eine Liste, welche die Namen der gefährlichsten Menschen auf dem Planeten enthält. Zusammen mit der Taskforce und Keen, beginnt Reddington die Liste abzuarbeiten. Nach und nach stellt sich heraus, dass Red mehr über Elizabeth weiß, als er verrät. Bei ihren gemeinsamen Missionen treten immer Rätsel auf und die Antworten, die sich nach und nach ergeben, werfen erneut Fragen auf.

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Antworten sind rar gesäht

Doch im Verlauf kommen sich Reddington und Keen auf familiäre Weise näher. In der aktuellen Staffel kommt es schließlich zu einem Bruch zwischen Redmond und Elizabeth, da er die einzige Person tötet, die Elizabeths Fragen beantworten kann. So beginnt Elizabeth einen wahren Rachefeldzug gegen Reddington. Der sie darauf selbst auf die Backlist setzt und beginnt sie zu jagen. Letzten Endes stehen sich Liz und Red gegenüber und die Wahrheit ist kurz davor ans Tageslicht zu kommen, doch eine dramatische Tat aus dem Hinterhalt, kostet einen von beiden das Leben.

Was bleibt, sind noch mehr Fragen

Genau diese Worte beschreiben mein Gefühl nach Sichtung dieser Staffel. Die letzte Folge dürfte dabei nicht nur für mich, wohl der Anfang vom Ende gewesen sein, so muten zumindest die letzten Minuten, denen eines Serienfinales an. Doch ich kann euch beruhigen, es kommt eine weitere Staffel nach. Diese muss dann aber ohne, einen der beiden beliebten Charaktere auskommen. Dieses Mal handelt sich aber nicht um einen dramatischen Twist.  Die oder der Darsteller sind tatsächlich aus der Serie ausgestiegen.

Somit komme ich gleich zum Staffelauftakt. Nach einer dramatischen Wendung, stellt sich Elizabeth endgültig gegen Reddington und landet somit selbst auf der Backlist. Dazu wird anfangs, eine weitere mögliche Identität Redmonds ins Spiel gebracht und sogleich wieder abgewürgt. Damit entsteht der Twist, dass aus der einstigen Jägerin Elizabeth, nun selbst eine Gejagte wird. Die nun auch vor Reddington selbst abtauchen muss.

Die einzelnen Folgen der achten Staffel von „The Blacklist“ enthalten dabei wieder etliche Twists, Wendungen und Rückblenden. Erstmalig sieht man somit Elizabeth Keen, in der Rolle von Redmond Reddington, sprich sie wird zur Terroristin, zur Attentäterin. 22 Folgen versucht sich Megan Boone in der Rolle von James Spader, was leider nicht immer gut gelingt. James Spaders Fußspuren, in der Rolle des integrierenden Hintermanns, sind für Megan Boone ein paar Nummern zu groß. Weshalb es ihr nicht zur Gänze gelingt, den Antagonisten Part überzeugend zu stemmen. Trotzdem wird es eine wahre Schlacht zwischen Keen und Reddington geben, welche noch mehr Opfer fordert.

So gibt es neben etlichen gelungenen Folgen, dieses Mal auch einige schwächere Episoden. Welche mich teils an Füller-Folgen erinnerten. Natürlich gibt es bei Langstaffeln immer die ein oder andere Füller/Spar-Episode. Diese fallen zumeist damit auf, dass man die Hauptdarsteller eher wenig sieht. Sprich mehr Rückblenden oder die Nebendarsteller rücken in den Mittelpunkt. Auch sehr auffällig sind begrenzte Settings oder wenige Außenaufnahmen. Mal sehen, ob Ihr herausfindet, wo gefüllt oder gespart wurde. Trotz dieser erwähnten Sparmaßnahmen, war ich der Meinung, dass die Screentime der Hauptdarsteller, wesentlich kürzer ausgefallen wäre.

Fazit:

The Blacklist: Ich könnte natürlich noch wesentlich mehr von der Staffel und ihren Episoden beschreiben, würde dann aber Gefahr laufen, wirklich etwas Entscheidendes zu spoilern. Dennoch werde ich ein, zwei Punkte ansprechen, um Euch nicht völlig im Regen stehen zu lassen. Die nunmehr achte Staffel, bietet wie seine Vorgänger auch wieder jede Menge guter Episoden. Leider aber auch einige die etwas abfallen, was an dem Fehlen des ein oder anderen Hauptdarstellers liegt.

Der Plot um Raymond Reddington verdichtet sich und die Antwort auf die Frage, wer er eigentlich wirklich ist, verdichtet sich immer mehr. In der Final-Episode steht der Zuschauer kurz davor, dieses Mysterium endlich aufgelöst zu bekommen. Doch mit dem Tod einer der beiden Figuren, wird dieser wieder in die Schranken verwiesen. Nicht nur, dass man immer noch nicht weiß, welches Reds echte Identität ist, nun fehlt auch noch einer der Protagonisten.

Für den Fall, dass ihr denkt, dass dies wieder ein Twist der Serie sei, so muss ich euch leider mitteilen, dass diese Figur nicht zurückkommen wird. Die oder der Darsteller sind aus eigenem Wunsch, aus der Serie ausgestiegen. So könnte man die letzte Folge, auch als Abschluss Episode der Serie sehen. Dem ist aber nicht so, da man bereits eine neunte Staffel ankündigte. Somit geht das Rätselraten, um die Person Raymond „Red“ Reddington weiter. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob der Charakter alleinig ausreicht, die Serie zu tragen.

Wie bei fast jeder Serie, die schon lange läuft, bin ich der Meinung: man sollte dann aufhören, wenn es am schönsten ist. Und so lange darauf rumreiten bis jeder Plot ausgelutscht wurde. Wer es kurz und knackig mag, dem empfehle ich „The Bodyguard“ oder auch „The Bank Hacker„. Dennoch gebe ich auch der neunten Staffel noch einmal die Chance, endlich mit den Tatsachen rauszurücken. Da mich Staffel Acht immer noch wirklich gut unterhalten konnte.

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