Afterburn – Endzeit-Thriller mit Dave Bautista

Dave Bautista auf den Spuren von Mad Max

In Afterburn, lässt Regisseur J.J. Perry in einer postapokalyptischen Welt, Ex-Soldat Jake, gespielt von Dave Bautista, verschollenen Kunstwerken nachjagen. Dies zumeist im Auftrag des selbsternannten Königs von England,  August Valentine (Samuel L. Jackson). So führt ihn sein neuester Auftrag nach Frankreich, wo er die Mona Lisa aufspüren soll. Basierend auf der gleichnamigen Graphic Novel von Scott Chitwood, Paul Ens und Wayne Nichols, kämpft sich Bautista nun durch eine brutale Welt voller Krimineller, Söldner und Warlords. Ob uns dieses dystopische Abenteuer unterhalten konnte oder lieber doch wie die Mona Lisa weiter verborgen bleiben sollte, verrät unser nachfolgendes Review.

Afterburn: Trailer

Perrys & Bautistas Endzeit-Action-Thriller im Filmcheck

Worum geht’s in „Afterburn“?

Sechs Jahre sind vergangen, nachdem eine gewaltige Sonneneruption die Welt ins Chaos gestürzt hat. Seither jagt der Ex-Soldat Jake (Dave Bautista), für den selbsternannten König August Valentine (Samuel L. Jackson), verlorenen Kunstwerken und verschollen geglaubten Objekten nach. Dies tut Jake jedoch nicht aus Liebe zur Kunst, er braucht Geld für seinen Lebenstraum. Wenn er sein Boot reparieren kann, hält ihn nichts mehr in England und so soll sein nächster Job die Suche nach der Mona Lisa sein, dem wohl berühmtesten Gemälde der Welt.

Darsteller Samuel L. Jackson und Dave Bautista in einer Fahrzeughalle - Szene aus Afterburn
King August (Samuel L. Jackson) versucht Jake (Dave Bautista) die Suche nach der Mona Lisa schmackhaft zu machen

Dumm nur dass er dafür in das von Warlord Volkov kontrollierte Frankreich soll. Er lehnt entschieden ab, doch Valentine verspricht ihm, sein Boot vollständig zu reparieren. Ein Deal, den er nicht ausschlagen kann. Doch kaum dass er in Frankreich angekommen ist und seinen Kontakt, die Freiheitskämpferin Drea (Olga Kurylenko) getroffen hat, wird es richtig brenzlig, als sie ins Visier von General Volkov gelangen. Und selbst die Mona Lisa scheint nicht das zu sein, für was Jake sie gehalten hat. 

Die Inszenierung: der lange Weg eines Actionfilms

In Perrys dystopischen Actionfilm jagt Dave Bautista als einsamer Jäger, in einer Welt, in der Chaos und Anarchie herrschen, verschollenen Kunstwerken, Relikten und Artefakten hinterher. So sind wir schon zu Beginn dabei, wie er in einer zerstörten britischen Stadt, voller krimineller Banden, eine Stradivari (Violine) für das Museum des Königs finden soll. Dabei geht es gleich mal  handfest zur Sache, womit auch klargestellt wird, dass Bautista kein Dr. Jones (Indiana Jones) ist. Sondern der ehemalige Soldat Jake, der alles platt macht, was sich ihm in den Weg stellt. Als nächstes sieht die Geschichte vor, für King August die Mona Lisa im verwüsteten Frankreich aufzuspüren. Der Haken: Frankreich hat sich zu einer gesetzlosen Region entwickelt, die von brutalen Warlords regiert wird.

Die Darsteller Olga Kurylenko und Dave Bautista in einem verwüsteten Büro - Szene aus Afterburn
Drea (Olga Kurylenko) und Jake (Dave Bautista) kommen der Mona Lisa näher

Der Regisseur setzt dabei auf gängige Zutaten: der einsame Schatzsucher, der sich erst ziert und dann doch den Auftrag des Masterminds übernimmt, eine Helferin in Form einer Widerstandskämpferin und einem Oberbösewicht. Und natürlich wurde auch nicht vergessen, dass es zwischen Jake und Drea funkt, während sie ihren Kampf zwischen Gut und Böse ausfechten. Klingt generisch, ist es auch und macht dennoch Spaß. Dafür weist das Drehbuch narrative Schwächen und teils lahme Oneliner auf. Derweil werden Actionfreunde mit überraschend viel handgemachten Actionszenen belohnt. Ebenso überraschend sind die gezeigten, teils brutalen, Methoden des Antagonisten. Leider bleibt dieser dann dennoch als Bösewicht etwas blass, da seine vermeintliche Gefährlichkeit verpufft.

Darsteller Kristofer Hivju als Volkov und zwei weitere Männer in Millitäruniformen - Afterburn Filmszene
General Volkov (Kristofer Hivju) will Jake und Drea in seine Finger bekommen.

Filmemacher Perry, der, wie auch die Chad Stahelski (Ballerina), seine Lorbeeren als Stuntman und Martial Arts Coordinator verdiente, versucht sich nun ein drittes Mal als Regisseur. Trotz meiner vorigen lobenden Worte erfindet Afterburn das Genre nicht neu. Und obwohl Dave Bautista und Olga Kurylenko gut harmonieren, merkt man dem Film eher das geringe Budget von gerade einmal 57 Millionen Dollar, besonders in Bezug auf die CGI an. Positiv: Die Stunts sind mehr als ordentlich, während die Action angenehm handgemacht wirkt. Negativ: Die CGI wirkt oft billig und die slowakische Kulisse der Stadt Bratislava versucht krampfhaft, Paris oder London zu imitieren, was immer wieder aus der Stimmung reißt

Die Besetzung: alles rund um Cast & Crew

Dave Bautista (In the Lost Lands) übernahm die Hauptrolle des Schatzjägers Jake. In der Rolle des selbsternannten König von Englands August Valentine ist der großartige Samuel L. Jackson (Damaged) zu sehen. Jakes französischer Kontakt, die Widerstandskämpferin Drea wird von Olga Kurylenko (Thunderbolts*) verkörpert. Der Antagonist des Films, der brutale Warlord Volkov, wird von Kristofer Hivju (Cocaine Bear) dargestellt. 

Darsteller Samuel L. Jackson mit Mantel und Fellmütze sitzend vor einem Tisch mit Trauben und Cognac Karaffe - Afterburn Filmszene
König August Valentine (Samuel L. Jackson) hat noch ein As im Ärmel um Jake zu überzeugen

In weiteren Rollen zu sehen sind: Daniel Bernhardt (Nobody 2) als Gorynych, Kevin Eldon (Dr. Who) als Father Samson, Simon Merrells als Panzer Kommandant, Eden Epstein als Fuentes, George Somner (Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes) als Spruce, Phil Zimmerman als Bird Skull, Robert Holik als Kriegs-Zugführer, u.v.m.

Stuntman J.J. Perry (Fast & Furious 9 – second directing Unit) übernahm die Regie, basierend auf der gleichnamigen Comic Novel von Scott Chitwood & Paul Ens, Für das Drehbuch sind verantwortlich: Nimród Antal (Predators), Scott Chitwood, Paul Ens und Matt Johnson (The Bricklayer). Hinter der Kamera nahm José David Montero Platz. Dave Bautista ist nicht nur als Hauptdarsteller zu sehen, sondern hat den Film auch mitproduziert.

Wissenswertes und Fragen zu Film & Blu-ray (FAQ):

2008 wurde berichtet dass Tobey Maguire als Co-Produzent an dem Filmprojekt „Afterburn“ beteiligt sein würde, dieser sprang jedoch wieder ab. 2010 wurden Verhandlungen mit Gerard Butler als Hauptdarsteller und Antoine Fuqua (Bullet Train) als Regisseur bekannt. 2012 hatten beide das Projekt aber auch schon wieder verlassen und Tommy Wirkola (Violent Night) war als Regisseur im Gespräch. Im Jahr 2018 fand man mit J.J. Perry nun endgültig einen Regisseur, im selben Jahr stießen noch Dave Bautista (In the Lost Lands) wie auch Samuel L. Jackson (Damaged) zum Cast dazu. 

Der Film ist eine Adaption des gleichnamigen Comics von Scott Chitwood und Paul Ens, welches von Red 5 Comics veröffentlicht wurde.

Afterburn hat eine Laufzeit von 105 Minuten (Blu-ray 106 Min.), der Film erhielt eine FSK-Freigabe ab 16 Jahren. Folgende Tonspuren / Tonformate sind vorhanden: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1 – Deutsche Untertitel sind ebenfalls vorhanden.

Bonusmaterial:

  • Interviews
  • Behind the Scenes
  • Trailer

Afterburn (Film 2025) Kritik & Fazit:

Abbildung Afterburn Blu-ray Cover
Afterburn: Blu-ray
Bewertung: 5 / 10 ★

In J.J. Perrys dystopischem Actionfilm muss Dave Bautista, in einer postapokalyptischen Welt, die Mona Lisa finden. Dabei wird er vom selbsternannten König Englands (niemand geringerer als Samuel L. Jackson) auf das europäische Festland geschickt. Der Film setzt dabei auf bewährte Zutaten: den einsamen Schatzsucher, die toughe Widerstandskämpferin (Olga Kurylenko) und einen Warlord als Antagonist. Klingt generisch, ist es auch – macht aber dennoch Spaß.

Trotz einiger lobenswerter Stunts merkt man dem Film sein kleines Budget an: CGI wirkt oft billig und die slowakische Kulisse versucht verkrampft, Paris oder London zu imitieren, was immer wieder aus der Stimmung reißt. Der Filmemacher profitiert zwar von seiner Stuntvergangenheit (mehr Handmade‑Action, weniger CGI), dennoch erfindet Afterburn das Genre nicht neu. Was bleibt ist ein eher unspektakulärer Endzeit‑Thriller mit sympathischer Besetzung, der jedoch noch mit einem interessanten Twist um die Mona Lisa aufwarten kann. 

Fazit: Für Fans von roher, handgemachter Action und Bautista liefert der Film kurzweilige abendliche Popcorn‑Unterhaltung  — wer mehr erwartet könnte enttäuscht werden, wer jedoch  Filme wie Mad Max oder Borderlands mag, dürfte hier gut unterhalten werden. 

Hinweis: Das verwendete Bild- und Trailer-Material sowie das Blu-ray-Rezensionsexemplar wurden uns mit freundlicher Genehmigung von © 2025 LEONINE STUDIOS zur Verfügung gestellt – Alle Rechte vorbehalten!