FNAF 2: Solides Sequel, aber spürbar ausgebremst!
Mit Five Nights at Freddy’s 2 legt Regisseurin Emma Tammi noch eine Schippe drauf. Während die mörderischen Animatronics nun auch im Freien für Terror sorgen, lüftet Tammi ein finsteres Geheimnis um die mysteriöse Marionette (The Puppet), die zu einer völlig neuen Bedrohung wird. Die Fortsetzung setzt auf mehr Jump Scares, ein höheres Pacing und dunkle Familiengeheimnisse rund um den (un)toten Serienkiller William Afton.
Entgegen vieler Kritiker wurde Teil eins zu einem Überraschungshit – weshalb zumindest ich mich auf die Fortsetzung gefreut habe. Diese dreht teils richtig auf, hat aber auch mit einem großen Problem zu kämpfen! In meiner Filmkritik erkläre ich was Five Nights at Freddy’s 2 besser macht und wo er schwächelt – ein kurzes Blu-ray Review gibt’s obendrauf.
Meine Analyse zu: Plot, Inszenierung & Besetzung
Worum geht’s in Five Nights at Freddy’s 2?
Die damaligen Geschehnisse sind zu einem lokalen Mythos geworden, den die Stadt sogar mit ihrem ersten Fazfest feiert. Derweil versuchen der einstige Nachtwächter Mike Schmidt (Josh Hutcherson) und seine Schwester Abby (Piper Rubio) sowie Polizistin Vanessa (Elizabeth Lail), die Traumata ihrer Erlebnisse von einst zu verarbeiten. Dass es noch ein weiteres Restaurant namens Freddy Fazbear’s Pizzeria gibt, in dem mysteriöse Dinge vor sich gehen, ahnen sie nicht.

Einst geschah dort ein grausamer Mord, bei dem die kleine Charlotte (Audrey Lynn-Marie) tot in den Armen der Animatronic „The Puppet“ aufgefunden wurde. Für Podcasterin Lisa der perfekte Aufmacher für ihre neueste Podcast-Episode. Mit ihrem Kamera-Team erhält sie dank des zwielichtigen Nachtwächters Michael (Freddy Carter) Zugang. Ein gefundenes Fressen für die Marionette, die sich sogleich Lisas Körper schnappt – hat sie doch noch eine blutige Rechnung mit Vanessa offen.
Die Inszenierung des animatronischen Horrors
Kämpfte die erste Verfilmung von 2023 mit teils heftiger Kritik (die ich nicht ganz teile, siehe meine Kritik zu Five Nights at Freddy’s (Review), wurde sie dennoch zu einem Überraschungshit. Bei einem Budget von 20 Millionen US-Dollar und einem Einspielergebnis von rund 300 Millionen Dollar ist es kein Wunder, dass Jason Blum / Blumhouse (M3GAN 2.0: Kritik) Geld für eine Fortsetzung springen ließ. Positiv fällt auf, dass Regisseurin Emma Tammi keinen bloßen Abklatsch ihres ersten Films abliefert und nun auch auf den Ursprung allen Übels eingeht.

Zusammen mit Spieleentwickler und Drehbuchautor Scott Cawthon wurde die gruselige „lokale Legende“ rund um besessene animatronische Puppen konsequent weiterentwickelt. Es gibt nicht nur eine zweite tödliche Freddy Fazbear Pizzeria. Die animatronischen Maskottchen Freddy, Bonnie, Chica und Foxy bekommen durch die Marionette (The Puppet) auch noch gruseligen Zuwachs – und genau sie stellt den Trigger des Films dar, hat die Marionette doch noch eine „Sache“ mit Vanessa zu klären.

Standen im ersten Teil noch Mike und seine jüngere Schwester Abby im Vordergrund, rückt jetzt zusätzlich Protagonistin Vanessa in den Fokus. Sie kämpft nicht nur mit ihrer Vergangenheit, sondern wird in ihren Träumen auch noch von dem toten William Afton verfolgt. Ein netter Trick, um den Plot rund um Matthew Lillards Figur William Afton / Golden Freddy weiterzuführen.

Trotz des Lobs ist das Skript nicht frei von Fehlern. Protagonisten fallen in einen Wasserkanal und warten regelrecht auf das nahende Unheil, anstatt einfach herauszuklettern – obwohl nichts sie daran hindert. Warum Cast & Crew diesem Unsinn widerspruchslos gefolgt sind, erschließt sich mir nicht. Ähnlich verwirrend ist, mit welcher Selbstverständlichkeit Vanessa der Marionette begegnet, gerade so, als seien sie „nur“ alte Bekannte.

Das Highlight des Films sind – wie schon im ersten Teil – die animatronischen Figuren. Neben „The Puppet“ gibt es von Freddy’s Gang mehr und noch bedrohlicheren Versionen. Die Tötungsszenen werden allerdings nicht mit voller Brutalität gezeigt, womit Gore-Fans vermutlich raus sind. Dafür gefallen die düsteren Settings der zweiten Freddy’s Pizzeria, die von Kameramann Lyn Moncrief erneut schön gruselig und atmosphärisch eingefangen wurden.
FNAF 2 hat ein Problem – und zwar kein kleines!
Dieses offenbart sich im letzten Drittel: Es gibt Twists, die in der verbleibenden Laufzeit gar nicht alle auflösbar sind – von den ganzen Cliffhangern am Ende ganz zu schweigen. Wie schon bei Halloween Kills (Kritik) dient Five Nights at Freddy’s 2 nur als Brücke zu dem bereits angekündigten Five Nights at Freddy’s 3. Das Problem: Wie gut der zweite Teil letztlich wirklich funktioniert, wird sich erst mit dem dritten Teil zeigen. Bei Halloween hatte diese Idee ja bekanntlich nicht wirklich gut funktioniert.
Die Darsteller und ihr Spiel im Puppen-Horror-Land
Die Schauspieler Josh Hutcherson (The Beekeeper: Kritik), Piper Rubio und Elizabeth Lail kehren in ihre Rollen von Mike, Abby und Vanessa zurück und verkörpern ihre Figuren gewohnt ordentlich. Während Hutcherson und Rubio sehr gut als Geschwister agieren, fühlt sich die beginnende Romanze zwischen Hutcherson und Lail etwas starr an – was entweder am Drehbuch oder der fehlenden Chemie der beiden liegen könnte.

Dazu sind in etwas größeren Rollen Wayne Knight (Jurassic Park) als fieser Lehrer Mr. Berg, Freddy Carter (Pennyworth) als Michael und erneut Matthew Lillard (Scooby Doo) als Serienmörder William Afton zu sehen. Gerade von Carter und Lillard hätte ich gern mehr gesehen, war ihre Screentime doch recht begrenzt.

Komplettiert wird der Cast durch: Audrey Lynn-Marie als Charlotte, Grant Feely (Obi-Wan Kenobi) als blondhaariger Kindergeist, David Andrew Calvillo als Rob, Han Soto (Cobra Kai: Kritik) als Marcus, Mckenna Grace als Podcasterin Lisa, Skeet Ulrich (Scream VI: Kritik) als Henry sowie Megan Fox, die im Original Chica synchronisiert, u. v. m.
H2: Wissenswertes zu Film & Blu-ray (FAQ)
Five Nights at Freddy’s 2 (Film 2025) Fazit:

Die FNAF Videospiel Verfilmung rund um das stillgelegte Restaurant Freddy Fazbear’s Pizza geht in die zweite Runde. Dabei macht das Horror-Sequel manches besser, anderes aber auch schlechter als der Vorgänger: Das Pacing ist höher, die Atmosphäre dichter und mit der Marionette bekommt das Franchise eine starke neue Bedrohung. Damit entwickelte Regisseurin Emma Tammi die Lore konsequent weiter.
Der Film kämpft mit vielen Twists, wenig Auflösung und gleich drei Cliffhangern. Wer zudem ein schlüssiges Ende erwartet, wird enttäuscht – der zweite Teil stellt eine Brücke zu Teil drei dar. Ob das wirklich funktioniert wird sich somit erst 2027 mit Five Nights at Freddy’s 3 zeigen. Die Voraussetzungen wären zumindest mal nicht die schlechtesten.
Für Horrorfans der Spielereihe bringt die Fortsetzung einige bekannte Figuren mit. Zudem ist die Atmosphäre noch einen Tick düsterer und die Jumpscares sitzen. Wer jedoch auf Gore setzt, kommt nicht auf seine Kosten. Horrorfilm-Fans, denen jedoch auch leichtere Grusel-Horrorkost „schmeckt“, dürften dafür gut unterhalten werden.
Transparenz-Hinweis: Das Bild- und Trailer Material sowie das Blu-ray-Rezensionsexemplar wurden uns freundlicherweise von Plaion Pictures zur Verfügung gestellt. Die Bereitstellung erfolgte unentgeltlich und ohne Einfluss auf die redaktionelle Bewertung – © 2025 Universal Pictures – Alle Rechte vorbehalten!





