African Kung-Fu Nazis (2019) Review

Hitler und Tojo schlagen mittels Kung Fu in Afrika zu!

African Kung Fu Nazis: Wenn es nach Sebastian Stein geht, konnten Hitler und Toyo nach Afrika flüchten. Dieser hatte nicht nur die Idee zu diesem durchgeknallten Film, sondern schrieb auch das Drehbuch. Doch Hitler wäre nicht Hitler wenn er nicht gleich wieder anfangen würde eine Armee aufzubauen. Und so geht es an die Ausbildung der Ghan-Arier. Klingt nicht nur gaga, ist auch gaga.

Egal wie verrückt die Idee erscheint, irgendwo ist das Ganze doch recht lustig geworden. Steins Drehbuch wurde von dem aus Ghana stammenden B-Movie Regisseur „Ninja Man“ Samuel K. Nkansah, in die Tat umgesetzt. Wie sich dieser durchgeknallte Trash-Movie Titel bei mir geschlagen hat, erfahrt Ihr wie immer in den nachfolgenden Zeilen.

African Kung Fu Nazis: Trailer

Hitler und Toyo auf dem Weg nach Ghana

Durch eine geschickte Finte konnten Hitler und Toyo ihren Tod vortäuschen und nach Ghana flüchten. Doch man ist nicht gewillt, sich zur Ruhe zu setzen. Die Alliierten sollen die Rache der beiden Unruhestifter zu spüren bekommen. Der Plan, man wird eine neues, ein stärkeres Reich, sowie eine unbesiegbare Streitmacht aus den neu geformten Ghan-Ariern erschaffen. Hitler selbst wird die Kung-Fu- Ausbildung leiten, die seine Kämpfer zu tödlichen Waffen werden lassen soll.

African Kung Fu Nazis - Screenshot 4
The African Kung-Fu Fighter

Zusammen mit Eva Braungebrannt, die er dem Kung-Fu Kämpfer Horst ausspannt und Horse-Man Göring suchen sie talentierte Kämpfer um ihre Armee aufzubauen. Doch nicht nur das, alle Kampfschulen des Landes müssen sich Hitler und seinem Kung-Fu Stil unterwerfen und schließen. Nur der Kampfstil des kleinen Österreichers wird geduldet und jeder andere hat sich diesem zu unterwerfen.

African Kung Fu Nazis - Screenshot 3
Hitler gegen African Kung-Fu Fighting

So wird ein Turnier veranstaltet, um den besten Kämpfer zu ermitteln. Um Eva zurückzuerobern, will Horst ebenfalls an diesem Turnier teilnehmen. Es gibt nur ein Problem, sein bester Freund und Trainingskollege nimmt ebenfalls teil. Damit wird Horst gezwungen, ganz neue Kampfstile zu erlernen, wenn er seinen gleich starken Kontrahenten besiegen will. Sein Weg führt ihn in den tiefsten Dschungel, auf der Suche nach den geheimnisvollsten Meistern des Landes. Jetzt liegt es an Horst, ob er die Kraft und die geistige Stärke besitzt, über sich hinaus zu wachsen und Hitler zu einem Zweikampf herauszufordern.

Von der Idee im Suff zum fertigen Film

Geschichten über Hitler, der nicht nur den Zweiten Weltkrieg überlebt haben soll, sondern sich auch noch absetzen konnte, gibt es unzählige. Selbst heute lebt in manchen Köpfen dieser irrsinnige Gedanke weiter. Geht es nach den Filmemachern von „Iron Sky“, sitzt dieser sogar auf dem Mond. Wer nun dachte „Iron Sky“ sei schon schräg, der sollte sich mal „African Kung-Fu Nazis“ anschauen. Hier schuf der Sebastian Stein, eine Symbiose aus der Figur Hitler / Toyo, Bloodsport, Jackie Chans „Drunken Master“ und „Mortal Kombat.

Laut Interview soll die Idee dazu nach einer durchzechten Nacht entstanden sein. Wer den Film gesehen hat unterschreibt auch diese Aussage, denn nüchtern dürfte man kauf auf so etwas abgefahrenes kommen. Unterstützung fand Stein in dem aus Ghana stammenden Regisseur Samuel K. Nkansah auch „Ninja Man“ genannt. Nkansah hat bereits einige skurrile Martial-Arts B-Movies auf den Weg gebracht, weshalb er für Stein der perfekte Partner gewesen sein dürfte.

Für „African Kung-Fu Nazis“ schrieb Sebastian Stein nicht nur das Drehbuch, sondern übernahm gleich selbst die Rolle des Kung Fu kämpfenden Hitlers. Während ein Freund Steins, Yoshito Akimoto, die Rolle des zweiten Kriegstreibers Hideki Tojo übernahm. In weiteren Rollen sind Elisha Okyere als Addae/Horst, Nkechi Chinedu als Eva Braungebrannt, Marsuel Hoppe als Horse-Man Göring und Boateng Walker Bentil als Akante zu sehen.

African Kung Fu Nazis - Screenshot 1
African Kung-Fu Nazi Mortal Kombat

Als wenn diese Mischung nicht schon schräg genug gewesen wäre, entschied man sich für den deutschen Markt, den Film mit einer Schnodder-Synchronisation zu versehen. Ganz im Stil der alten Italo Western oder manch chinesischen Eastern. Eins vorweg, diese Synchro kommt natürlich nicht im Entferntesten, an die des Meisters der Synchron-Kunst, Rainer Brandt heran.

Zu meinem Bedauern wurde der Film mit einem schwäbischen Dialekt synchronisiert, womit der Trash-Faktor auf 200 steigt. Dafür sind die Prügelszenen unterhaltsam ausgefallen. Hier gaben die Akteure Gas und prügeln in trashiger Bloodsport Manier alles zu Boden, was isich ihnen in den Weg stellt. Die Szenen sind natürlich alles andere als professionell, waren aber trotzdem lustig anzusehen.

African Kung Fu Nazis (Film 2021) Fazit:

African Kung Fu Nazis - MB
African Kung-Fu Nazis: Mediabook
Wertung: 4 / 10 ★

„African Kung-Fu Nazis“ ist genau das, was der Titel verspricht: ein durchgeknallter Trashfilm mit CGI-Blut im Überfluss, Kung-Fu-kämpfendem Hitler und Martial-Arts-Einlagen. Nach „Iron Sky“ ist Hitler in Ghana zwar nicht mehr ganz so abwegig – das fehlende Budget merkt man dem Streifen dennoch in jeder Filmsekunde an. Was Darsteller und Crew jedoch mit Overacting und sichtbar bester Laune am Set daraus machen, hat irgendwie seinen eigenen merkwürdigen Charme.

Ob „African Kung-Fu Nazis“ das Zeug zur echten Trashperle hat, muss die Zeit zeigen – ähnlich wie beim kürzlich gesehenen „Cat Sick Blues: Kritik„. Ich frage mich zwar immer noch, was ich da gesehen habe, kann aber nicht behaupten, dass es ein Totalausfall war. Die ambitionierten Bemühungen sind durchaus erkennbar und haben auf ihre eigene schräge Art Spaß gemacht.

Kritisch sehe ich neben all dem Trash-Faktor jedoch die schwäbische Synchronisation – das musste wirklich nicht sein, und wenn das ein Schwabe so deutlich anmerkt, sagt das einiges. Die englische Tonspur gewinnt hier klar. Meine Sichtungsempfehlung geht daher an alle, die ein paar Sixpacks im Kühlschrank haben, trashige Filme lieben und mit Kumpels einen schrägen Filmabend suchen.

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